Heiligenhaus: Per S-Bahn zum Radweg

Heiligenhaus: Per S-Bahn zum Radweg

Nahverkehr und Panoramaradweg sollen als Angebote eng verzahnt werden. Die Fahrrad-Lobbyisten des ADFC haben ein Grobkonzept hierzu entwickelt und an Landrat Thomas Hendele geschickt.

Auf dem Unterstützertag Anfang Februar in der Kant-Aula erfuhren rund 200 geladene Gäste einiges über die touristischen Möglichkeiten für die Region nach Fertigstellung der Trasse im Sommer. In schillernden Farben malten Experten wohlbegründet aus, welche Magnetwirkung der neue Radweg entfalten könnte (RP berichtete). Ziel ist auch die Verbindung mit anderen Bahntrassenradwegen im Bergischen wie die Nordbahntrasse in Wuppertal.

Der ADFC Niederberg hat inzwischen Landrat Thomas Hendele und dem Kreistag in Mettmann eine Reihe von konkreten Vorschlägen unterbreitet, die den Nahverkehr in der niederbergischen Region mit in das zukunftsweisende Radwegkonzept einbeziehen, um dessen Attraktivität zu erhöhen. Das Grobkonzept der Fahrrad-Lobbyisten besteht aus vier Punkten.

Fahrradbus: Nach Eröffnung des Panoramaradweg Niederbergbahn sollte während der Sommerzeit ein Fahrradbus an Samstagen und Sonn- und Feiertagen Benutzer und ihre Fahrräder an ihre Ausgangspunkte zurückbringen. Auch eine Verbindung zu den anderen bergischen Panoramaradwegen wäre anzustreben. Dies kann sowohl durch geeignete private Busunternehmen als auch durch Unternehmen des VRR geschehen. Dafür gibt es zahlreiche Beispiele in anderen Regionen, die ehemalige Bahntrassen für den Fahrradverkehr erschlossen haben.

S-Bahnhaltestelle: Auf der S-Bahnstrecke S 6 sollte im Bereich der Stadtgrenze Essen-Kettwig und Heiligenhaus ein S-Bahnhaltepunkt "Heiligenhaus-Panoramaradweg Niederbergbahn" eingerichtet werden. Dieser Haltepunkt ermöglicht es Radfahrern, auf dem Weg zu oder von der Arbeit autofrei nach Heiligenhaus und Velbert zu gelangen. Auch am anderen Ende des Panoramaradweges – Niederbergbahn in Wülfrath-Rohdenhaus – könnte ein Haltepunkt für eine Regiobahn nach Duisburg oder Düsseldorf über Heiligenhaus-Hofermühle und Lintorf eingerichtet werden. Damit hätten dann auch Wülfrath, Heiligenhaus und Ratingen-West wieder eine Anbindung an das Schienennetz.

Abstellräume: Erwünscht sind vandalismus-, diebstahlsichere und witterungsgeschützte Abstellmöglichkeiten für Fahrräder mit abschließbaren Fahrradboxen an allen Bahnhöfen und Bushaltestellen des Kreises zur Verbesserung der Nahmobilität. Die Fahrradabstellanlagen sollten bei Dunkelheit beleuchtet sein. Dies sollte in allen Kreisstädten als Standard eingeführt werden und könnte durch den Kreis finanziert werden.

Rad in Bus und Bahn: Die Fahrradmitnahme in Bussen und Bahnen im Kreisgebiet sollte durch größere Abstellplätze verbessert werden.

KOMMENTAR

(RP)