Panoramaradweg Heiligenhaus

Panoramaradweg: Beste Aussichten für Niederberger Radler

Tour de France? Ach was. Wer mag, kann von Ratingen nach Wülfrath und zurück gemütlich radeln, rund 45 Kilometer. Hier die Etappen.

Gemütlicher kann ein Start kaum sein: In Ratingen Ost lässt man es die Brückstraße hinunter zur Anger enrtspannt anrollen. Nur bremsbereit sollte man bleiben. Unten im Tal ist kein Mangel an Wegweisern. Dann hole man tief Luft, denn es kommt der Hölenderweg nach Eggerscheidt. Kleiner Tipp (gilt für alle Steigungen): Schon unten einen kleinen Gang einlegen, gleichmäßig treten. Schließlich ist der Feierabend-Radler nicht nach der alten Profi-Devise unterwegs, die unmissverständlich lautete: „Quäl dich, du Sau!“

Von Eggerscheidt aus führt der Weg einmal durch Hösel, bis zum Kreisverkehr am Ortsausgang Richtung Heiligenhaus. Dessen dritte Ausfahrt nehmen, dann rechts in den Rennbahnweg abbiegen, den Görscheider Weg (bremsbereit!) hinabrollen – schon ist das erste Etappenziel erreicht: Der Panoramaradweg kreuzt. Wer mag, kann links nach Kettwig abbiegen (bergab) oder rechts Richtung Heiligenhaus (leichte Steigung).

Von hier an wird die Strecke selbsterklärend. Der Trimm-dich-Parcours in Höhe Isenbügel lädt zu aktivem Verweilen ein, oder einfach nur zu Dehnübungen. Ebenso die Skater-Rampe am Stadtrand von Heiligenhaus. Danach gibt es mehr als nur einen Hauch Eisenbahn-Romantik: Der alte Heiligenhause Bahnhof verbindet Museales (einen restaurierten Uralt-Waggon auf Schienen) mit der großen Café-Terrasse der Kaffeerösterei.

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Auf den folgenden rund fünf Kilometern Richtung Velbert muss auch niemand darben: Der Biergarten „Dampflok“ bietet Gelegenheit, mal kurz die Beine auszustrecken. Immer wieder öffnen sich Ausblicke auf die Landschaft Richtung Ruhrtal. Etwas unübersichtlicher wird es auf Velberter Stadtgebiet. Es empfiehlt sich, nicht an den rot-weißen Wegweisern vorbeizurauschen – dann landet der Feierabendradler da, wo er vielleicht gar nicht entlang sausen mag: auf einer Landstraße.

Richtung Wülfrath folgt Entspannung pur. Es geht bergab – bis zum Abzweig Zeittunnel. Zurück nach Ratingen sind es von hier aus zwölf Kilometer, wie ein unübersehbarer weiterer Wegweiser verrät. Nur an einer Stelle ist der Weg noch etwa tricky. Ganz unten im Tal, nach einer weiteren Abfahrt zum Luftschöpfen, hat der Radler die Wahl. links oder rechts? Der schnellste Weg führt nach links zu einem Kreisverkehr ins Gewerbegebiet „Fliethe“. Man fährt hoch und durch, kommt, etwas außer Atem, an einer Ampel an. Wer hier rechts auf den Radweg abbiegt, fährt über Obschwarzbach, Meiersberg und Homberg die Diretissima und kommt in Ratingen Ost an. Eine Pause bietet sich in Höhe Meiersberg an. Segelflieger im Aufwind gucken – das macht Laune.