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Organisatoren halten vorerst am Termin für das beliebte Volksfest fest. Eine Verschiebung sei nicht möglich.

Pläne : Trotz Coronavirus soll die „Zelt Zeit“ steigen

Organisatoren halten vorerst am Termin für das beliebte Volksfest fest. Eine Verschiebung sei nicht möglich.

Trotz der gegenwärtigen Coronavirus-Krise und etlichen Absagen von Veranstaltungen soll auch in diesem Jahr die „Zelt Zeit“ am grünen See in Ratingen über Pfingsten stattfinden. Vorerst halten die beiden Hauptorganisatoren des beliebten Volksfest, Bruno Schmitz und Heiner van Schwamen, an dem Termin Ende Mai (28. bis 31 Mai) fest. „Auch in diesem Jahr kann die ‚Zelt Zeit‘ mit einem attraktiven Programm aufwarten. Viele Helfer und Unterstützer sind aktiv engagiert in den Vorbereitungen“, erklären die beiden. Unter anderen steht auf der Homepage des seit 1998 veranstalteten Events in Ratingen-West, dass etwa Comedy-Größen wie die „Berliner Schnauze“ Kurt Krömer ihr Kommen angesagt haben. Auch die Kölner Musikband „Bläck Fööss“ stehen auf dem Programm. Von einem Coronavirus-bedingten Ausfall steht dort keine Silbe.

Wenn zur Zeit ringsherum täglich neue Absagen von (Groß-)Veranstaltungen publik werden, überrascht das Festhalten an dem Termin seitens der Organisatoren.

Schmitz und van Schwamen machen indes eine Einschränkung: „In Anbetracht der aktuellen Faktenlage zur Ausbreitung und Bekämpfung der Corona-Pandemie und vor allem im Hinblick auf die Unsicherheit der weiteren Entwicklungen, müssen wir jetzt gemeinsam mit allen Verantwortlichen aber leider einen Zeitpunkt abwarten, der geeignet ist, die Durchführbarkeit der ‚Zelt Zeit‘ abschließend zu bewerten.“ Mt anderen Worten bedeutet das, dass man auch 2020 an der „Zelt Zeit“ festhalten möchte. Sollte aber die Lage nicht schnell besser werden, würde man dann aber auch eine Absage erwägen.

Bei so manch einem Ratinger hat das Festhalten an dem Termin für Kopfschütteln gesorgt, zumal viele Veranstaltungen, die erst nach Pfingsten steigen sollen, bereits gecancelt bzw. verschoben worden sind. Das prominenteste Beispiel ist vielleicht die paneuropäische Fußballeuropameister.

Das ist aber wohl für die „Zelt Zeit“ keine Option. „Eine Verlegung der ‚Zelt Zeit‘ auf die Zeit nach den Sommerferien ist nicht möglich“, erklären Schmitz und van Schwamen. Als Begründung wird von Heiner von Schwamen angeführt, dass die Künstler bereits fest gebucht sind und es sehr schwierig wird, diese Künstler an einem anderen Termin nach Ratingen zu holen. Zudem, so van Schwamen, würde man dann zu sehr in die zeitliche Nähe des Festivals „Jetzt und immer“ kommen, das am 12. September ebenfalls am grünen See steigen soll. Konsequenz: Die „Zelt Zeit“ müsste somit dann in diesem Jahr komplett ausfallen.

„Wir hoffen, dass bald wieder Normalität und freie Bewegungsmöglichkeit auch für Freizeit und Vergnügen einkehren“, teilen die beiden Hauptorganisatoren mit.

Sobald eine endgültige Entscheidung zur „Zelt Zeit“ 2020 getroffen werden könne, würden die Ratingen darüber sofort in Kenntnis gesetzt werden.