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Oberschlesisches Landesmuseum Ratingen erinnert an Horst Bienek

Ratingen : Vortrag erzählt von Horst Bieneks Kindheit

Mit einem Vortrag, einem Film und anschließende Publikumsdiskussion informiert das Oberschlesische Landesmuseum am Dienstag, 7. Dezember, ab 18.30 Uhr über Bieneks Gleiwitzer Kindheit.

() Der mit zahlreichen Literaturpreisen und dem Verdienstkreuz 1. Klasse der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnete Autor Horst Bienek wurde im Oberschlesischen Gleiwitz geboren. Als 16-Jähriger 1946 aus Oberschlesien vertrieben, ging er in die sowjetische Besatzungszone, absolvierte dort ein Zeitungsvolontariat und wurde 1951 von Bertolt Brecht ans Berliner Ensemble geholt. Im November desselben Jahres verhaftete die Staatssicherheit Bienek nach entsprechenden Verhören. In einem Schauprozess wurde er wegen angeblicher „antisowjetischer Hetze“ und Spionage für die USA zu 20 Jahren Zwangsarbeit verurteilt. Nach vier Jahren Haft kam er im Zuge einer Amnestie frei und ging in die BRD. Er arbeitete dann vor allem journalistisch, als Lektor und ab 1968 als freier Schriftsteller in München. Am 7. Dezember 1990 starb Horst Bienek im Alter von nur 60 Jahren.

Erst nach seinem Tod wurde Bienek rehabilitiert. Nach der Prüfung der Unterlagen stellte die russische Generalstaatsanwaltschaft fest, dass Bienek ohne Grund und aus politischen Motiven verurteilt worden war.

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Die Werke Bieneks kreisen oft um die Selbstbehauptung des Menschen gegenüber einem übermächtigen Staat. Vor allem für seine in zahlreiche Sprachen übersetzte Gleiwitzer Roman-Tetralogie erhielt Horst Bienek zahlreiche internationale Literaturpreise.

Nach einem Vortrag von Professor Pietrek zeigt die Publizistin, Filmemacherin und Fotografin Vera Botterbusch ihren Film „Jede Straße führt in die Kindheit – Der Schriftsteller Horst Bienek“. Eine Diskussion rundet den Abend ab.

Weitere Informationen unter Telefon 02102/9650 oder per E-Mail. Es gilt die 2-G-Regel (Zutritt für Geimpfte und Genesene).

info@oslm.de