Gesundheit Nur ein Masernfall im Kreis Mettmann

DAK appelliert an Eltern, ihre Kinder zweimal bis zum zweiten Lebensjahr impfen zu lassen.

Nur ein Masernfall im Kreis Mettmann
Foto: dpa-tmn/Friso Gentsch

(RP) Die Zahl der Masernerkrankungen ist im Kreis Mettmann im Vergleich zu den vergangenen Jahren niedrig. Bis Anfang November war es nur ein Fall, im gesamten Jahr 2018 waren es zwei Fälle. Die meisten Fälle gab es mit drei Erkrankungen im Jahr 2016. Dies berichtet die DAK-Gesundheit mit Bezug auf Statistiken des Landeszentrums Gesundheit Nordrhein-Westfalen.

Obwohl die Masern immer wieder auftreten, ist die Impfbereitschaft landesweit nicht ausreichend. Zwar haben nach den jüngsten Zahlen des Robert Koch-Instituts (RKI) rund 97 Prozent der Schulanfänger die Erst-Impfung bekommen, bei der entscheidenden zweiten Masernimpfung liegt die Quote bei 93 Prozent, damit unter der gewünschte Impfquote von 95 Prozent.

Um die Infektionskrankheit auszurotten, empfehlen Experten der Weltgesundheitsorganisation WHO eine Impfquote von mindestens 95 Prozent. „Masern sind nicht nur eine lästige und ungefährliche Kinderkrankheit. Im Gegenteil – für manche enden sie tödlich“, sagt Christian Lipinski von der DAK-Gesundheit in Düsseldorf. „Die zweifache Impfung verhindert bei nahezu allen geimpften Kindern den Ausbruch einer Erkrankung bei meist lebenslanger Immunität.“ Das Ziel müsse es sein, einen Anstieg der Impfquoten zu erreichen.

„Unabhängig vom neuen Gesetzesvorstoß appellieren wir daher an die Eltern, ihre Kinder zweimal bis zum zweiten Lebensjahr zu impfen.“ Auch Erwachsene sollten ihren Impfstatus überprüfen.

Der Gesetzentwurf sieht vor, dass alle Kinder ab dem vollendeten ersten Lebensjahr beim Eintritt in die Schule oder den Kindergarten die von der Ständigen Impfkommission empfohlenen Masern-Impfungen vorweisen müssen.

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