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Nur Antragsstau abgearbeitet

Ratingen : Kreis-Service-Center im Rathaus ist schon wieder geschlossen

Eine Notbesetzung hat lediglich biometrische Daten erfasst, um den Antragsstau abzuarbeiten. Damit ist jetzt Schluss. Über die Zukunft des Centers würde bald entschieden, so der Kreis.

() Erst im April war die schlechte Erreichbarkeit des Kreis-Service-Centers (auch vor Ausbruch der Pandemie) im Rathaus Thema im Integrationsrat. Ein Jahr lang war die Außenstelle des Kreise Mettmann, die auch für Ausländerangelegenheiten zuständig ist, geschlossen. Nach Protesten gab es im Mai dann zumindest an zwei Tagen in der Woche eine Notbesetzung. Nicht einmal drei Wochen hat die Öffnung des Kreis-Service-Center (KSC) in Ratingen angehalten. Die Türen bleiben schon wieder geschlossen.

„Es ist das eingetreten, was wir nach Ankündigung, das KSC würde wieder im Normalbetrieb laufen, befürchtet haben“, erklärt Jamal Al-Masude (Weltoffene Integration Ratingen) und bezeichnet die kurzfristige Öffnung als „Strohfeuer, um die Gemüter zu beruhigen“. Ziel sei es wohl nur gewesen, den Rückstau bei der Abarbeitung der Biometrischen Daten zu gewährleisten, vermutet Helda Kutish (Liste Internationale Solidarität). „Was wir jetzt wieder erleben, ist leider der Normalzustand“, so Kutish weiter und meint damit die erneute Schließung des Kreis-Service-Centers. Und Sherin Mustafa sieht in der erneuten Schließung „unsere Forderung nach einer Rückkehr des Ausländeramtes in die Zuständigkeit der Stadt Ratingen mehr als bestätigt.“

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Daniela Hitzemann, Sprecherin des Kreises Mettmann, erklärt: „Das Kreis-Service-Center in Ratingen ist wegen Corona seit längerem geschlossen. Die Mitarbeiter wurden seither in der Zentrale in Mettmann eingesetzt. Dass zuletzt der Eindruck entstanden sein mag, dass das KSC wieder geöffnet war, liegt daran, dass das Ausländeramt für etwa drei Wochen lediglich die Räume des KSC genutzt hat, um die zahlreichen Anträge auf Aufenthaltstitel abzuarbeiten, indem die Antragsteller zur Erfassung der dafür notwendigen biometrischen Daten organisiert in die beiden KSC in Ratingen und Velbert sowie in die Stadthalle Mettmann gebeten wurden.“ Der Antragsstau hätte auf diese Weise sehr abgearbeitet werden können. „Ein ungesteuerter Zustrom der Antragsteller hätte in den Räumen des Ausländeramtes unter Corona-Bedingungen nicht bewältigt werden können“, so Hitzemann. Wie es nach Corona mit dem KSC in Ratingen weiterginge, würde demnächst entschieden.