Nordkreis Mettmann: Regionalentscheid bei der Mathematik-Olympiade

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Mathe-Olympiade, Regionalentscheid: 45 Talente aus dem Nordkreis wurden gefeiert. Fünf von ihnen vertreten die Region beim Landeswettbewerb.

Um die Ecke denken und kreative Lösungswege finden – die Mathematik-Olympiade wird regelmäßig zur Spielwiese für junge logische Denker. Die Nachwuchstalente aus dem Mettmanner Nordkreis, die bereits die schulinterne Runde erfolgreich begangen haben, kommen regelmäßig in Heiligenhaus zur Regionalrunde zusammen.

In der Kant-Aula schreiben sie dann – ganz freiwillig – einen Mathe-Test, der herausfordert. Dabei werden die Aufgaben von Klassenstufe zu Klassenstufe kniffliger. In den unteren Klassenstufen dominiert als Motiv oft der Spaß am rational-logischen Denken. Bei den Älteren besteht das Interesse dagegen mehr darin, eigene mathematische Fähigkeiten an der Bearbeitung anspruchsvoller Aufgaben zu erproben, zu festigen und weiterzuentwickeln mit offenem Lösungsweg. Im letzten November, zur 59. Auflage, waren 130 Teilnehmer von der dritten Klasse bis zur Oberstufe aus Ratingen, Mettmann, Wülfrath, Velbert und Heiligenhaus dabei: 45 von ihnen wurden am Donnerstag bei der Siegerehrung für ihre guten Leistungen prämiert. Wiederum fünf von ihnen werden die Region dann am Samstag, 22. Februar, beim Landeswettbewerb in Hamm vertreten. Für Luis (Klasse 5) vom Lintorfer Kopernikus-Gymnasium, Fynn (Klasse 6), Jonah (Klasse 8) und Frodo (Klasse 10) vom Heiligenhauser Immanuel-Kant-Gymnasium, sowie Jessica (Klasse 7) vom Gymnasium Langenberg werden die Aufgaben dann noch kniffliger. Doch es winkt die Bundesrunde von 17. bis 20. Mai in Bonn.

Die Mathematik-Olympiade ist eine besondere Form, ein Fach zu fördern, das es manchmal schwierig hat: „Der Wettbewerb soll auch ein Anreiz sein, sich mit bestimmten Dingen auseinander zu setzen und sich für sie zu begeistern“, sagt Koordinator Jan Effner vom Immanuel-Kant-Gymnasium. Mathe gelte als schwierig, mit der Mathe-Olympiade will man aber ganz spielerisch an ein Fach heranführen, dass tatsächlich Spaß machen. Die Aufgaben seien breit gestreut und machen auch Dinge zum Thema, die im Unterricht immer stärker vernachlässigt würden: „Geometrie zum Beispiel“, wirft Rolf Schlechtriemen ein. Er war Effners Amtsvorgänger und prämierte am Donnerstag gemeinsam mit ihm die Schülerinnen und Schüler. „Die Teilnehmerzahlen selbst sind relativ konstant. Aber je höher die Klassenstufe, umso schwieriger die Aufgaben, da werden es schon weniger.“ Mit solch einer feierlichen Preisverleihung wolle man die Leistungen aber noch mal besonders honorieren, sagt Schlechtriemen. Und neben der Urkunde gab es für die erfolgreichen Teilnehmer auch Büchergutscheine, die seit Jahren vom Bergischen Unternehmerverband gesponsert werden. „Da sind wir sehr dankbar, denn auch das ist eine besondere Belohnung für das Engagement der Schülerschaft.“ Die Idee der Mathematiky-Olympiade stammt aus der ehemaligen DDR, ein ähnlicher Wettbewerb der Bundesrepublik richtete sich nur an die Oberstufe und wurde eingestellt. Die Aufgaben aus den vergangenen Jahren der Mathematik-Olympiade werden online veröffentlicht. Wer sich den Aufgaben einmal selbst stellen will, findet die Aufgabenblätter für die verschiedenen Klassenstufen auf www.mathematik-olympiaden.de