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Neues Apostelhaus in Tiefenbroich

Ratingen : Neues Apostelhaus in Tiefenbroich

Die geistliche Gemeinschaft des Regnum Christi ist an die Sohlstättenstraße gezogen. Dort gab es einen Empfang und eine Präsentation.

(RP) Mit einem Empfang und einer Projektpräsentation begann der Tag, zu dem besonders die unmittelbare Nachbarschaft des „Apostelhauses“ in Ratingen eingeladen war. Sarah Briemle (gottgeweihte Frau im Regnum Christi und Leiterin des „Apostelhauses“) und P. Valentin Gögele LC (Ordensprovinzial) sprachen zu den Gästen über Sinn und Ziel des Hauses und beantworteten Fragen.

„Das Apostelhaus möchte den einzelnen Menschen in den Blick nehmen“, betonte P. Valentin. Es diene auch dazu, als geistliche Gemeinschaft des Regnum Christi einen Ort zu haben, „wo man leben, beten, sprechen, planen, sich motivieren und eine Vision erarbeiten kann.“ Hier solle außerdem erbe ten und geplant werden, wie heute in Deutschland und konkret in Nordrhein-Westfalen Evangelisierung stattfinden und welchen Beitrag das Regnum Christi dabei in der Kirche erbringen kann, erklärte der Ordensprovinzial. „Damit Menschen Jesus Christus finden können und er sie zu Aposteln machen kann.“

Eva Gloserová, Leiterin der Niederlassung der gottgeweihten Frauen in Ratingen, bedankte sich in ihrem Grußwort für die herzliche Aufnahme durch die katholische Kirchengemeinde Heilig Geist, insbesondere Pfarrer Ulrich Kern und die Pfarrgremien. „Wir hoffen, dass diese gute Beziehung weiterhin bestehen wird.“

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„Gott wird uns noch weiter zeigen, wohin er das Apostelhaus führen möchte“, sagte Sarah Briemle in ihrer Präsentation. „Apostel sind die Ausgesandten Jesu, um diese Welt zu verändern. Jesus ist gekommen, um uns zu erlösen und die Welt zu erneuern, zu verändern. Er möchte das mit uns gemeinsam tun. Er hat uns eingeladen, an diesem Auftrag mitzuwirken“, erklärte sie. Dabei verwies sie auf das Evangelium und Vorbild Jesu, der ganz normale und einfache Menschen dazu berief, seine Apostel zu sein. Zu „Menschenfischern“ wären sie erst durch das Zusammenleben und die Aussendung Jesu geworden. Vorbild für das Apostelhaus sei das Haus des Petrus, in dem sich Jesus zu Hause gefühlt hätte, in dem er ein und aus gegangen sei, zu dem die verschiedensten Menschen mit all ihren Sorgen und Bedürfnissen gekommen und von wo die Jünger schließlich hinaus in die ganze Welt aufgebrochen seien.

Weihbischof Ansgar Puff sprach in seiner Predigt in der St. Marienkirche über vier Eigenschaften, die einen Apostel charakterisieren: Apostel sind „Nachfolger“ Christi, Christus will sie in seiner Nähe haben, sie folgen ihm nach, sie gehen gewissermaßen „hinter“ Jesus und nicht vor ihm; Apostel sind „Zeugen“, sie geben weiter, was sie persönlich erlebt und erfahren haben, sind vor allem Zeugen der Auferstehung und dass die Liebe immer stärker ist, dass Jesus tatsächlich lebt, dass er in unserer Lebensgeschichte Wunder tun kann, so unterscheiden sie sich auch vom „Sachverständigen“; Apostel sind „Durchschnittsmenschen“, sie haben Schwächen und Fehler, und was sie können, liegt nicht an ihnen, sie sind Botschafter, Gesandte; der wichtigste Auftrag eines Apostels ist es schließlich, das Evangelium zu verkünden. Im Anschluss daran begaben sich die Gäste zur Einweihung des „Apostelhauses“ durch Weihbischof Ansgar Puff in die neue Niederlassung der gottgeweihten Frauen in die Sohlstättenstraße in Tiefenbroich. Anwesend waren außerdem: Pfarrer Ulrich Kern, Kaplan Krzysztof Zasanski, Kreisdechant Martin Kürten, Pfarrer Oliver Dregger (Angerland/Kaiserswerth). Bei Kaffee und Kuchen im Haus und Garten gab es die Möglichkeit zum weiteren Kennenlernen und Gespräch. Der Tag schloss mit einer Mai-Andacht in der Hauskapelle.