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Neuer Caritas-Förderverein hat sich in Heiligenhaus gegründet

Neugründung in Heiligenhaus : Caritas-Förderverein erfüllt Wünsche

Der neue Verein hat es sich zum Ziel gemacht, das sozial-caritative Leben in Heiligenhaus in besonderer Weise zu fördern. Dazu gehören auch Anschaffungen, die aus dem normalen Budget nicht zu leisten sind.

Der Ohrensessel im Büro von Silvia Baruffulo-Thelen ist ein heißbegehrter Platz bei den Kindern des von ihr geleiteten katholischen Kinder- und Familienzentrums Pusteblume der Gemeinde St. Ludgerus. „Die Kinder schauen sich hier zum Beispiel gerne Bilderbücher an.“

Als der neu gegründete Förderverein für die Caritas-Arbeit in Heiligenhaus dann in der Einrichtung an der Rheinlandstraße anfragte, was denn hier so auf der Wunschliste stünde und derzeit nicht aus dem Budget bezahlbar wäre, fiel ihr sofort dieser Lieblingssitzplatz der Kinder ein. „Dank der Spende hat nun jede Gruppe einen eigenen Ohrensessel“, freut sich die Leiterin. Seit knapp zwei Monaten stehen die drei neuen Sessel nun schon parat und finden bei den Kindern reichlich Anklang.

„Das ist als Begrüßungsgeschenk des Vereins natürlich eine tolle Sache, denn so lernen die Kinder schon früh, wie wichtig eine wertschätzende Atmosphäre für das Lesen ist und auch das fördert noch einmal Bildung“, sagt Caritas-Geschäftsführer Reinhold Keppeler, Er schaute sich gestern gemeinsam mit den gleichberechtigten Vorsitzenden des noch jungen Vereins, Pfarrer Miklos Nuszer, Caritas-Vorstand Michael Esser sowie Heinz-Peter Schreven die Sessel in der Einrichtung einmal persönlich an; sie nutzten die Gelegenheit, den neuen Verein gleich vorzustellen. Der hat es sich zum Ziel gemacht, das sozial-caritative Leben in Heiligenhaus in besonderer Weise zu fördern. „Wir möchten Kindern, Jugendlichen, Senioren und Menschen in besonderen Notlagen in Heiligenhaus helfen, in dem wir unbürokratisch und ergänzend zu ihren Rechtsansprüchen bei einer Verbesserung ihrer Lebensperspektiven mitwirken“, heißt es zum Credo des Vereins.

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2016 kündigte die ehemals eigenständige Heiligenhauser Caritas-Gesellschaft an, fortan enger mit dem Caritasverband des Kreises Mettmann zusammenzuarbeiten, bereits da hatte man eine Fusion im Blick. Zwischenzeitlich ist die Heiligenhauser Caritas-Gesellschaft im Caritasverband des Kreises Mettmann aufgegangen. Der nun rechtsfähige Verein möchte sich nun vielfältig aufstellen, so freut sich Heinz-Peter Schreven, dass auch das katholische Kinder- und Familienzentrum Pusteblume der Pfarrgemeinde einstimmig von allen Mitgliedern des neuen Vereins mit einem Begrüßungsgeschenk bedacht wird, obwohl die Caritas hier eigentlich gar nicht Träger ist, wie es beispielsweise bei den Einrichtungen am Südring, in Hetterscheidt und dem Familienzentrum Nonnenbruch der Fall gewesen sei. Aber auch sie gehören eben zur katholischen Kirche.

„Die katholische Kirche ist in den sozialen Einrichtungen besonders bemüht“, weiß Pfarrer Nuszer, „und mit einem professionell aufgestellten Verein können wir auch viel mehr erreichen.“ Der Hetterscheidter Kindergarten hat sich beispielsweise eine Forscherstation zum Thema Magnetismus gewünscht, hier ist die Bestellung allerdings noch nicht komplett und auch die anderen beiden Einrichtungen dürfen sich noch etwas wünschen. Bereits seit zehn Jahren unterstützt die Caritas mit dem Kinder-in-Not-Projekt gezielt Kinder aus einkommensschwachen Familien, Dabei gehe es nicht nur um die Finanzierung des Mittagessens, sondern auch um materielle Unterstützung. Auch die Altenhilfe habe der Verein im Blick. Ob sich allerdings auch dieser andere große Wunsch im Kindergarten Pusteblume realisieren lässt? Baruffulo-Thelen: „Mein großer Traum wäre eine Seilbahn hier im Garten.“