Heiligenhaus: Neue Wegdecke sorgt für Verdruss

Heiligenhaus: Neue Wegdecke sorgt für Verdruss

Ein Weg zur Adresse Obere Flandersbach macht Anlieger Nikolai Schniewind Ärger. Das soll sich bald ändern.

Dass Nikolai Schniewind ernsthaft sauer ist - daran ließ er in der Bürgersprechstunde des Rates keinen Zweifel aufkommen. Und auch nicht daran, dass er den Zustand des Wegs vor seiner Haustür nicht länger hinnehmen will. Rat und Verwaltung sind in der Sache aber nur Vermittler, wie er von Bürgermeister Beck hörte. Denn es geht rund um Bauarbeiten an der A 44. Hiervon kann Schniewind - Anlieger der Baustelle an der Straße Obere Flandersbach auf der Stadtgrenze zu Wülfrath - inzwischen ein Lied singen.

Genauer gesagt: Es gibt einen länger zurückreichenden Mailverkehr zwischen Familie Schniewind und dem Landesbetrieb Straßen.NRW, vertreten durch A 44-Bauleiter Olaf Wüllner. "Ich weiß, dass der Weg, um den es geht, uns nicht gehört", sagte Schniewind den versammelten Ratsmitgliedern. Trotzdem seien er und seine Familie nicht bereit, den Ist-Zustand einfach so hinzunehmen. Denn: "Sobald es nur ein bissschen nass draußen ist, füllen sich Schlaglöcher mit Wasser - und die Wegdecke verwandelt sich in eine Pampe, auf der selbst unser Hund Abdrücke hinterlässt." Von den Spuren an Autos draußen und Matsch drinnen im Haus zu schweigen. Das Ganze ist so, seit der Weg für Baustellenverkehr verbreitert und anschließend wieder hergerichtet wurde. Olaf Wüllner war bereits Mitte Februar vor Ort, um sich kundig zu machen. Er kam zunächst zu dem Ergebnis, dass die wassergebundene Deckschicht des Wegs (so die fachmännische Bezeichnung) sozusagen Wasser aufgesaugt habe.

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"Das Material wurde auch durch die Befahrung in den Fahrspuren verdichtet. Ein ,leichter Film' wird immer bei Niederschlägen durch das verwendete Material vorhanden sein. Dies lässt sich nicht vermeiden, da kein Asphalt eingebaut wurden durfte." Und er stellte schon vor Wochen konkrete Abhilfe in Aussicht, wie er Familie Schniewind per Mail mitteilte: "Ich werde die Baufirma bitten, eine ebene Fläche herzustellen und eine Nachverdichtung vorzunehmen. Mit den Ordnungsbehörden wird besprochen, ob die Nutzung des Weges durch Reiter untersagt werden kann. Insgesamt lässt sich jedoch konstatieren, dass der Gesamtzustand der Wegeverbindung wesentlich verbessert wurde." Das ist der Stand seit dem 19. Februar, wie Schniewind unserer Redaktion Anfang der Woche mitteilte. Auf Anfrage sagte Olaf Wüllner zum neuen Stand der Dinge: "Den angepeilten Zeitraum von zwei Wochen haben wir leider gerissen. Die Baufirma ist derzeit noch in Hetterscheidt in Einsatz."

Dort ist der Terminplan für die Herrichtung der Anschlussstelle nahe Möbel Rehmann ebenfalls ins Stocken geraten - witterungsbedingt. Die aktuellen Arbeiten hätten bereits im November beendet sein sollen.

(RP)