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Neue Station überwacht Patienten engmaschig

Ratingen : Patienten werden eng überwacht

Im Marien Krankenhaus wurde ein neuer Bereich eingerichtet.

(RP) Das Sankt Marien Krankenhaus übernimmt als einziger Akutversorger der Stadt für die Bürger Ratingens eine wichtige Funktion. Auf der Intensivstation mit acht Betten können Patienten mit schweren und lebensbedrohlichen Erkrankungen beziehungsweise Verletzungen behandelt werden.

Nun wurde ein neuer Bereich zwischen Intensiv- und Normalstation eingerichtet. Dieser ist für Patienten mit Symptomen, die auf eine bedrohliche Erkrankung hindeuten könnten, eingerichtet. Zu diesen Symptomen zählen beispielsweise Brustschmerzen, Atemnot oder Herzrhythmusstörungen. Patienten, bei denen diese Symptome vorliegen, müssen eng überwacht werden.

Zuvor war die notwendige enge Betreuung ausschließlich auf der Intensivstation möglich. Der neue Bereich hingegen trägt nicht den Charakter einer Intensivstation, bietet aber die notwendige Überwachung, die auf einer Normalstation nicht gegeben ist. Auf der neuen Intermediate Care Einheit überwachen acht Monitore rund um die Uhr das EKG (Herzrhythmus), den Blutdruck, den Sauerstoffgehalt des Blutes und bei Bedarf die Körpertemperatur der Patienten. Vier fest montierte Monitore in Zimmern direkt gegenüber der Schwesternkanzel der Station stellen eine sehr enge Überwachung sicher. Daneben gibt es vier mobile Geräte, in der Größe von Handys.

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„Viele Patienten hängen sie sich einfach um den Hals und können sich so frei auf der 2. Etage bewegen.“ so Dr. Markus Freistühler, Chefarzt der Inneren Medizin, der zusammen mit der kardiologischen Oberärztin Sylwia Kaniewska den neuen Bereich leitet. In Echtzeit werden die Messwerte auch von den mobilen Geräten an die zentrale Überwachungseinheit gesendet und dort auch für die nachträgliche Auswertung gespeichert.

Außerdem wurde das Sankt Marien Krankenhaus erst kürzlich durch die Deutsche Gesellschaft für Kardiologie als zertifizierte Brustschmerzambulanz ausgezeichnet. Durch die neuen Monitore wird „die Brutschmerzambulanz erst richtig arbeitsfähig und um acht Plätze erweitert“, sagt Chefarzt Markus Freistühler.