Ratingen Neue Rathaus-Kantine ist für alle da

Gestern ging die Gastronomie offiziell in Betrieb. Die Räumlichkeiten an der Minoritenstraße sind zwischen acht und 14 Uhr geöffnet.

 Irina Giesler und Marcel Siego vom Team der Kost.bar GmbH bieten jeden Tag zwei Menüs und ein Sondermenü an. Außerdem gibt es Snacks und Kaffeespezialitäten.

Irina Giesler und Marcel Siego vom Team der Kost.bar GmbH bieten jeden Tag zwei Menüs und ein Sondermenü an. Außerdem gibt es Snacks und Kaffeespezialitäten.

Foto: Blazy, Achim (abz)

Mahlzeit! Am heutigen Mittwoch gibt es laut Karte einen herzhaften Möhreneintopf mit Frikadelle. Rathaus-Mitarbeiter zahlen dafür 6.20 Euro, Bürger, die nicht in der Verwaltung tätig sind, 7.30 Euro. Es ist also angerichtet in der neuen Kantine des Rathauses, die zum gestrigen offiziellen Start regen Besuch hatte: Die Stadtspitze schaute sich um, einige Mitarbeiter begutachteten die neue Karte und die frisch hergerichteten Räumlichkeiten, die zum Essen und Verweilen einladen sollen.

Betreiber der neuen Kantine ist die Kost.bar GmbH – übrigens ein Ratinger Unternehmen, wie Geschäftsführer Thomas Beers erläuterte. „Wir sind seit 15 Jahren in der Stadt“, betonte er und erklärte, dass man ein weit verzweigtes Kundennetz habe, unter anderem auch den Bundeswehr-Standort in Köln versorge.

Erst vor Kurzem war der Vertrag unterschrieben worden, dann musste mit Blick auf Planung und Umsetzung alles sehr schnell gehen. Da wurde beispielsweise eine Mauer entfernt, die störend im Weg stand. Insgesamt ist das Projekt gelungen: Es gibt klare und helle Räume, das Ganze wirkt aber nicht steril.

Die Rathaus-Mitarbeiter sind froh, dass sie jetzt als kulinarische Anlaufstelle eine echte Alternative haben, die Platz für 80 Leute und mehr bietet. Auch auf der Terrasse kann man Speisen zu sich nehmen. Diesen Bereich will man ansprechend herrichten, es soll zum Beispiel auch Bepflanzungen geben.

Die Philosophie der Kost.bar GmbH ist klar umrissen: Rohstoffe, Verarbeitung, Hersteller und Lieferanten spielen eine entscheidende Rolle, wenn es um Qualität geht. Man vertraue in die Zuverlässigkeit der langjährigen Partner und setze bei allen frischen Lebensmitteln vorwiegend auf regionale Produkte. „Denn kurze Transportwege erhöhten nicht nur den Frischegrad, sondern entsprechen unserer Vorstellung von einer nachhaltigen und umweltschonenden Unternehmensphilosophie“, so heißt es auf der Homepage des Unternehmens.

Eine nette Idee hatte man für einen Teil des Raums, der Richtung Klostergarten führt. An der Wand  hängen historische, orangefarbene Fliesen aus dem alten Ratstrakt. „Die passen da wirklich gut hin“, betonte Beigeordneter Harald Filip während eines Rundgangs.

Und er fügte hinzu: „Ich hoffe, dass der alte Ratstrakt bald fertiggestellt sein wird.“ Zum Hintergrund: Immer wieder hatte es gerade in diesem Bereich Probleme gegeben. Für die Sanierung und den Umbau dieses Traktes stehen übrigens Fördergelder zur Verfügung.

Zurück zum gastronomischen Angebot: Neben einem täglich wechselnden Mittagstisch, der frisch in der eigenen Küche zubereitet wird, gibt es ein breites Angebot mit Snacks und belegten Brötchen für den Außer-Haus-Verkauf. Zudem werden einige Kaffeespezialitäten serviert.

Zwei Klassiker dürfen im Angebot nicht fehlen: Schnitzel und Currywurst, dazu natürlich Pommes. „Das war ausdrücklich so gewollt“, betonte Marcel Siego, der operative Leiter der Kost.bar GmbH.

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