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Ratingen: Neue Radstation am Bahnhof

Ratingen : Neue Radstation am Bahnhof

Ratingen ost Was lange währt, wird endlich gut. Unter diesem Motto stand gestern die Eröffnung der Radstation des SkF (Sozialdienst katholischer Frauen) am Ostbahnhof. In dem brandneuen, modernen und hellen Gebäude werden in Zukunft Fahrräder geparkt, gewartet, kodiert und ausgeliehen. 14 Mitarbeiter arbeiten dort, entweder als Ein-Euro-Jobber oder in der so genannten Jobperspektive, ein zweijähriges Programm, bei dem die Mitarbeiter qualifiziert und auf den ersten Arbeitsmarkt vermittelt werden.

739 000 Euro hat der Neubau der Radstation gekostet, 450 000 Euro hat die Stadt finanziert. Der Rest kam vom SkF und Fördermitteln des Landes. Zwischen Beschluss zum Neubau der Radstation und Beginn der Bauarbeiten lagen jedoch viele Jahre, immer wieder gab es Verzögerungen. In dieser Zeit musste im alten Gebäude gearbeitet werden. Doch das gehört jetzt der Vergangenheit an.

Edith Bohnen, Vorsitzende des SkF, war jedenfalls überglücklich über den Neubau, der sogar im schicken SkF-Rot dasteht. "Jetzt können unsere Mitarbeiter endlich unter besten Bedingungen arbeiten", freute sich Bohnen mit den zahlreichen Gästen aus Politik, Verwaltung und Sozialverbänden und gab sich "ganz verliebt" in den Neubau neben den Gleisen.

Nachdem Bürgermeister Harald Birkenkamp das rote Band durchschnitten und die Radstation offiziell eröffnet hatte, konnten sich die Besucher die neuen Arbeitsräume genauer ansehen. Zehn Arbeitsplätze stehen in der Werkstatt zur Verfügung. Nebenan sind die Fahrräder untergebracht, natürlich bewacht und vor Wind und Wetter geschützt. Die Abstellplätze direkt neben dem S-Bahnhof können Tages-, Wochen-, Monats- oder sogar Jahresweise gemietet werden.

In der Werkstatt werden die Fahrräder nicht nur repariert, sondern auch geputzt und kodiert. Denn durch einen am Rahmen eingravierten Code erhöht sich der Diebstahlschutz und eine schnelle Identifizierung des Rades ist möglich. Doch auch Kurierfahrten innerhalb Ratingens und Mieträder werden dort angeboten.

Wie gut der Ruf der Radstation ist, zeigt die große Nachfrage in der Werkstatt. Dort hat Meister Marc Toczek das Sagen und betreut die Mitarbeiter. Wie sehr diese sich auf ihren neuen Arbeitsplatz freuen, konnte Edith Bohnen berichten: "Ich habe noch nie Männer so viel putzen sehen wie hier." Ein gutes Zeichen, schließlich seien Projekte wie die Radstation oder Möbelkammer dazu da, die Lebensperspektiven der Menschen zu verbessern, die auf dem ersten Arbeitsmarkt sonst nicht zu vermitteln sind.

(RP)