Heiligenhaus: Neue Pläne für Hitzbleck-Großbaustelle

Heiligenhaus : Neue Pläne für Hitzbleck-Großbaustelle

Im Sitzungsmarathon vor Weihnachten dreht sich viel um Ideen für das Areal. Im Rathaus freut man sich derweil über gut zwei Dutzend Bewerbungen für das Amt des Ersten Beigeordneten. Das sorgt für etwas entspanntere Mienen.

Zumindest eine Art Tapetenwechsel gibt es für Bürgermeister Michael Beck. Er behält sein Büro nebst Sekretariat und Besprechungsraum an alter Stelle. Aber es ist frisch angestrichen, es gibt neuen Teppichboden. Und - den Kabeln an der Decke nach zu schließen - wird auch für noch mehr Licht gesorgt. Das ehemalige Bürgermeisterbüro von Jan Heinisch - am anderen Ende des gleichen Rathaus-Flurs - bleibt unbenutzt. Aber möglicherweise nur noch auf absehbare Zeit.

Foto: Blazy Achim

Hier soll der neu zu wählende Kämmerer einziehen. Und alles deutet darauf hin, dass eine neue Personallösung nicht mehr auf den vorweihnachtlichen Wunschzettel geschrieben werden muss. Konkret: "Die Bewerbungsfrist ist Ende vergangener Woche ausgelaufen" , sagte Kämmerer Michael Beck gestern auf Anfrage. Gut zwei Dutzend Bewerbungsmappen liegen vor. Für das Verfahren heißt das: "Unsere Personalabteilung wird die Bewerbungen für die Beratungen im Hauptausschuss Ende des Monats aufbereiten. So können sich die Fraktionen ein Bild machen und anschließend Bewerber einladen", so Beck weiter. Eine Entscheidung über den neuen Ersten Beigeordneten könne theoretisch in der letzten Ratssitzung des Jahres fallen.

Bis dahin könnte ein Utensil in Becks Büro schon zu neuen, zumindest symbolischen Ehren kommen: der weiße Bauhelm mit dem kleinen Stadtwappen drauf. Denn mindestens die Großbaustelle Hitzbleck-Areal wird im Sitzungs- und Terminmarathon bis Weihnachten eine zentrale Rolle spielen.

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Für die Beratungen auf dem Tisch liegt eine von harscher Kritik bestimmte Forderung der WAHL-Fraktion. Sie möchte, wie unsere Redaktion berichtete, die Pläne für das Nahversorgungszentrum neu unter die Lupe nehmen. Hintergrund ist das aktuelle Zusammengehen zweier Investoren: der HBB (Planer des Hitzbleck-Areals) und die Firma Concepta (bisher Planer des inzwischen aufgegebenen Projekts "Stadtpforte"). Konkret hat man vor, die Pläne für das Zentrum zwischen Westfalenstraße und Panoramaradweg um gastronomische und Fitness-Angebote zu erweitern.

Das hatten die Investoren so mitgeteilt. Was wiederum Kritiker auf den Plan rief, die fürchten, zuständige politische Gremien könnten übergangen werden. Beck kontert: Davon könne keine Rede sein. "Schon deswegen nicht, weil bisher kein Wort schriftlich vorliegt." Große Änderungen müssten Gegenstand eines erweiterten Bauantrags sein - der dann selbstverständlich in den Gremien beraten werde. Eingebunden in solche Neuüberlegungen wäre dann die Frage nach dem benötigten Parkraum. Auch hieran hatte sich, wie berichtet, Kritik vorab festgemacht.

Grundsätzliches kommt heute auch im Schulausschuss zur Sprache. Die SPD will ein Konzept für die Zukunft der Heiligenhauser Schulen sehen und Möglichkeiten prüfen lassen, wohin wieviel Fördergeldfließen kann. Unabhängig davon hat Beck im Auge, dass das Anmeldeverfahren für die fünf Ratinger Grundschulen derzeit auf der Zielgeraden ist. Vorrangig für die Stadt als Schulträger sei es, "nicht an den bestehenden fünf Grundschul-Standorten zu rütteln". Eine andere Frage ist aus Sicht des Bürgermeisters, ob grundsätzlich jedes Schulkind den Platz an der erwünschten Grundschule im Stadtgebiet bekommen kann.

(RP)