Kreis Mettmann Häusliche Gewalt: Wo es schnelle Hilfe für Betroffene gibt

Kreis Mettmann · Häusliche Gewalt gegen Kinder – und was davor schützt. Das berieten Experten auf eine Fachtagung. Wie der Runde Tisch hierzu funktioniert.

 Das Hilfesystem im Kreis Mettmann besteht aus mehreren Bausteinen. 
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Das Hilfesystem im Kreis Mettmann besteht aus mehreren Bausteinen. Foto : dpa

Foto: dpa/Jan-Philipp Strobel

(RP) Unter dem Titel „Gewaltopfer Kind – Wer handelt mit mir?“ trafen sich jetzt die Mitglieder des Runden Tisches gegen häusliche Gewalt im Kreis Mettmann mit zahlreichen Gästen zu einer Fachtagung im Kreishaus. Eingeladen waren neben Ärzten und den Mitarbeitern  der Jugendämter alle Fachkräfte, die beruflich mit häuslicher Gewalt gegen Kinder konfrontiert werden. Neben Vorträgen zu medizinischen und rechtlichen Aspekten standender gemeinsame Austausch und die Vernetzung der Akteure im Vordergrund.

Alle Berufsgruppen, die potentiell Erstanlaufstellen für Opfer häuslicher Gewalt sind, handeln nach standardisierten Abläufen, sogenannten Interventionsketten. Diese gewährleisten, dass Betroffene schnellstmöglich auf den Einzelfall bezogene Hilfe erhalten. Bei Verdacht auf häusliche Gewalt gegen Kinder erfolgt eine enge Absprache zwischen Jugendamt, Polizei, behandelnden Ärztinnen und Ärzten, dem Fachbereich Gewaltschutz des Sozialdienstes Katholischer Frauen und Männer Mettmann e.V. und weiteren Institutionen.

„Diese einzelnen Bausteine des Hilfesystems können nur dann effektiv und optimal ineinandergreifen, wenn sich einerseits die Fachkräfte persönlich untereinander kennen und andererseits um die tatsächlichen und rechtlichen Rahmenbedingungen wissen, unter denen andere Professionen arbeiten“, weiß die Gleichstellungsbeauftragte der Kreisverwaltung Mettmann Geertje Jeschke. 

Der Runde Tisch als Zusammenschluss engagierter Fachkräfte arbeitet bereits seit vielen Jahren daran, die gesellschaftliche Situation von Gewaltbetroffenen zu verbessern. Um eine erfolgreiche Arbeit mit nachhaltiger Wirkung zu leisten, werden regelmäßig verschiedene Ebenen des Gewaltschutzes beleuchtet und die Kommunikation der beteiligten Stellen intensiviert. Weitere Informationen gibt es bei der Gleichstellungsstelle des Kreises per Mail unter gleichstellungsstelle@kreis-mettmann.de oder per Telefon unter: 02104/991023.

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