Summende Mitesser Wespen: Nur noch ein paar Tage, dann ist es vorbei

Ratingen · In Bäckereien schwirren sie um die Auslage, sie haben jeden Teller unter freiem Himmel sofort erspäht und verleiden jeden Aufenthalt auf Gartenterrassen – Wespen. Was hilft und wann sind sie weg?

 Wo immer es im Freien etwas zu Naschen gibt – sie sind schon da: Wespen.

Wo immer es im Freien etwas zu Naschen gibt – sie sind schon da: Wespen.

Foto: dpa/Julian Stratenschulte

Es könnte so schön sein: Die letzten wärmenden Sonnenstrahlen mit einer Schlemmerei unter freiem Himmel genießen. Doch wo immer man sich in diesen Tagen mit Essbarem niederlässt – die Wespen sind schon da.

Mit lautem Summen umschwirren die schwarz-gelben Mitesser alles, was nach Nahrung aussieht. Ob Limo, Eis, Kuchen oder Schnitzel – die Tierchen sind nicht wählerisch. Der Naturschutzbund Ratingen (Nabu) macht Frischluftfreunden Mut: „Ein paar Tage noch, dann ist es vorbei“, so Hans Börgers.

„Die Wespen sind jetzt fertig mit der Brutpflege“, erklärt der Naturschützer. Dafür benötigen sie Eiweiß. Da kommt ein Stückchen Wurst oder Fleisch gerade recht. Nach getaner Arbeit gönnen sich die kleinen Flieger gerne mal etwas Süßes. „Ihrer eigentlichen Aufgabe beraubt, sind die Tiere jetzt auf Nahrungssuche.“

Von einer Wespenplage in diesem Jahr wollen die Naturschützer aber nichts wissen. „Durch den milden Winter konnten zwar viele Tiere überleben aber, dass es mehr sind als sonst, kommt einem vermutlich nur so vor“, glaubt Sabrina Mohr.

Die Mitglieder der Nabu machen Mut: „Die Wespen sterben langsam aber sicher eines natürlichen Todes. Spätestens, wenn es kühler wird, kann man wieder draußen seinen Kuchen genießen,“ so Hans Börgers.

Was bis dahin hilft? „Nicht hektisch bewegen und auf keinen Fall anpusten“, raten die Naturschützer. Alternativ: „Kaffeemehl anzünden. Das mögen sie nicht. Oder einen Opferteller in einigem Abstand bereitstellen.“

(Andrea Bindmann )
Meistgelesen
Neueste Artikel
Zum Thema
Aus dem Ressort