Museum Ratingen Stieding-Ausstellung endet

Ratingen · Museum Ratingen lädt am Sonntag, 30. Juli, zur Finissage ein. Damit endet die Ausstellung von Jan Stieding mit dem Titel „Draußen.“

Caroline Adam Bay vom Jungen Schauspiel Düsseldorf wird Auszüge aus der Literatur ostdeutscher Autoren vor den Gemälden von Jan Stieding rezitieren.

Caroline Adam Bay vom Jungen Schauspiel Düsseldorf wird Auszüge aus der Literatur ostdeutscher Autoren vor den Gemälden von Jan Stieding rezitieren.

Foto: Norbert Joseffson

() Das Museum Ratingen lädt am Sonntag, 30. Juli, um 11.30 Uhr zur Finissage der Ausstellung „Jan Stieding. Draußen“ ein. Caroline Adam Bay vom Jungen Schauspiel Düsseldorf wird zu diesem Anlass Auszüge aus der Literatur ostdeutscher Autoren vor den Gemälden von Jan Stieding rezitieren. Die literarische Auswahl wurde vom Künstler zusammen mit der Schauspielerin getroffen: zeitgenössische Romane von Christian Ahnsehl, Jenny Erpenbeck oder Lutz Seiler, die das Leben in der DDR bis 1989 und in der Zeit nach der Wende berührend widerspiegeln.

Jan Stieding wuchs in der DDR auf. 1966 in Bad Langensalza geboren, studierte er ab 1990 an der Hochschule für Bildende Künste in Dresden. Er wechselte 1995 an die Düsseldorfer Kunstakademie und studierte hier bei Hubert Kiecol und als Meisterschüler bei Jörg Immendorff. Seit einiger Zeit schlägt er wieder eine Brücke zurück in den Osten, wo er einen zweiten Atelierort in Bad Langensalza unterhält.

Im Museum Ratingen zeigt er einen Querschnitt seines künstlerischen Schaffens seit 1995, darunter sind auch zwei Gemälde, die zur museumseigenen Sammlung gehören. Der Ausstellungstitel spielt mit der vielfachen Bedeutung des Wortes: „Draußen“ als Ort in der Natur, des Unterwegsseins oder auch jenseits geschlossener Räume oder Gesellschaftssysteme.

Caroline Adam Bay wurde 1994 in Magdeburg geboren, auch ihr Weg führte von Ost nach West. Sie studierte von 2016 bis 2020 Schauspiel am Mozarteum in Salzburg. 2019 begann ihr Engagement am Düsseldorfer Schauspielhaus, seit 2022 spielt sie dort auf der Bühne des Jungen Schauspiels. Der Autor Lutz Seiler erhält in diesem Jahr den Georg-Büchner-Preis für sein literarisches Schaffen.

Die Finissage findet in Zusammenarbeit mit den Freunden und Förderern des Museums statt, der Eintritt ist frei.

(RP)