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Museen in der Abtsküche Heiligenhaus werben gemeinsam

Heiligenhaus will Touristen locken : Die Abtsküche zeigt stolz ihre Museen

„Entdecken, forschen, erkunden, suchen, lernen, erleben“ – unter diesem Motto rücken die vier Museen in der Abtsküche als Museumslandschaft zusammen. Bürgermeister Beck nennt das: „touristisches Gesamtpaket".

Im Schatten des Wehrturms, der sich am Abtskücher Stauteich erhebt, erfolgte gestern der Startschuss für ein Projekt, auf das lange hingearbeitet wurde: Das Museum Abtsküche mit seiner heimatkundlichen Sammlung, das Feuerwehrmuseum, das Wald- und bald auch das Wassermuseum sowie das Umweltbildungszentrum samt vogelkundlicher Sammlung rücken nun in der „MuseumsLandschaft Abtsküche“ zusammen.

Inmitten von idyllischer Landschaft gelegen, gesäumt von Spazier- und Wanderwegen, in unmittelbarer Nähe zum Bürgerwald und gastronomisch versorgt vom Hofcafé Wolff, dem Café Herberge und dem Waldhotel, wollen die Initiatoren damit den vom Volksmund gerne mal „gute Stube“ von Heiligenhaus genannten Flecken über die Stadtgrenzen hinweg bekannt machen. Oder, wie Bürgermeister Michael Beck es nennt, „ihm die Aufmerksamkeit zuteil werden lassen, die ihm gebührt.“ Alles Wissenswerte über dieses „touristische Gesamtpaket“ stellt nun ein kompakter Flyer und eine neue Webseite dar, eine neue Karte zeigt wichtige Punkte und Wanderwege auf einen Blick. Das alles unter einem neuen Logo, geprägt vom Wehrturm, das auch bereits seit drei Wochen in der Stadt immer präsenter wird, denn die Museumslandschaft wird nun im gesamten Stadtgebiet ausgeschildert.

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Die Heiligenhauser wüssten ja schon längst um die Schönheit der „guten Stube“, sagt Reinhard Schulze Neuhoff, Vorsitzender des Geschichtsvereins, der zu den Initiatoren gehört; die Hoffnung ist nun, auch Nicht-Heiligenhauser zu begeistern. Das Besondere: Ein überwiegender Teil des Engagements in den Museen erfolgt ehrenamtlich. Trotz der Zusammenarbeit bleiben die Museen aber eigenständig, auch wenn sie unter einer gemeinsamen Flagge segeln, sagt Heinz-Peter Schreven, Vorsitzender des Trägervereins des UBZ und damit auch des Wald- und baldigen Wassermuseums.

Nur eins fehlt noch: das Wassermuseum. Das befinde sich derzeit noch in der baulichen Entwicklung: „Wir sind gerade mitten in den Architektenplanungen, da gibt es noch dicke Bretter zu bohren, gerade auch wegen des Denkmalschutzes“, verrät Schreven. Die Museen werden sich fortan gemeinsame Öffnungszeiten (siehe Infokasten) teilen und gemeinsam Veranstaltungen voran bringen. Die Idee zur Zusammenarbeit schwingt schon lange mit, so erinnert sich Schulze Neuhoff an eine politische Rede, die er für das Haushaltsjahr 2008/2009 gehalten habe und in der er schon eine Vision für den Tourismus in der Abtsküche hatte. Letztendlich ist das Thema allerdings völlig überparteilich auf den Schultern vieler engagierter Menschen entstanden. So haben sich die Vertreter der Einrichtungen und deren Träger bereits am 17. September 2019 zusammen gefunden, 16 Sitzungen später ist der Grundstein gelegt. „Möglich ist alles nur durch das Engagement vieler“, wie Beck noch einmal betont.

Sein Vorgänger und heutiger NRW-Staatssekretär Jan Heinisch erinnert dabei nicht nur an die Stadthistorie, die in der Abtsküche an jeder Ecke hervor blitzen, sondern auch an die emotionale Verbundenheit mit der Abtsküche: So erinnert er sich an Tage in der Kindheit, in denen er mit den Großeltern die Schwanenfamilien besucht habe, das habe ihn geprägt. „Ich glaube, dass hier noch viel drin steckt und noch spannende Dinge passieren werden“, sagt Heinisch, der die Gelegenheit nutzte, noch einmal an die Unterstützung vom Land für Vereine zu erinnern, die in diesen Tagen beschlossen werden soll.