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Ratingen: Müllabfuhr: Getrennte Teams unterwegs

Ratingen : Müllabfuhr: Getrennte Teams unterwegs

(kle) Es sind besondere Zeiten. Und vor einer besonderen organisatorischen Herausforderung steht das Amt für kommunale Dienste der Stadt nach dem Ausbruch der Corona-Epidemie. „Der Müll muss abgeholt werden, Straßen müssen verkehrssicher bleiben, Kanäle müssen funktionieren“, sagt Amtsleiterin Michaela Maurer.

Damit das zu jeder Zeit gewährleistet ist, wurden für bestimmte Leistungen Teams gebildet und räumlich getrennt. Denn es darf nicht passieren, dass alle Müllwerker gleichzeitig wegen einer Quarantäne-Maßnahme ausfallen.

Deshalb hat das Amt für Kommunale Dienste provisorisch neue Standorte eingerichtet. Die Mitarbeitenden der Abfallbeseitigung sowie die Pumpenwärter arbeiten jeweils an zwei Standorten. „Das war logistisch schon eine Herausforderung“, sagt Maurer, „denn es sind ja nicht nur Hallen für die Fahrzeuge und Aufenthaltsmöglichkeiten für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vorzuhalten, sondern es müssen auch Duschen und Umkleiden da sein.“ Wo eine räumliche Trennung nicht möglich war, starten die Beschäftigten nun morgens in zwei Gruppen zeitversetzt. „Für den Fall, dass mehrere Mitarbeiter am Coronavirus erkranken sollten und ausfallen, haben wir einen Notfallfahrplan entwickelt. Mitarbeiter, die sonst in der Grünpflege oder Straßenunterhaltung arbeiten, unterstützen nun bei Bedarf das Team der Abfallentsorgung.“

Denn diese muss unbedingt aufrechterhalten bleiben, daher diese Abstufung. Was aber auf der anderen Seite nicht heißt, dass auf die Grünpflege verzichtet werden könnte. Im Gegenteil: „Es ist wichtig, dass die städtischen Parks und Grünzüge zugänglich bleiben, da sie für Spaziergänger, Jogger und Radfahrer wichtig sind, wenn die Menschen wegen Corona schon viele Dinge nicht machen können“, betont Maurer.

„Das Engagement, die Flexibilität und die Hilfsbereitschaft der Beschäftigen sind wirklich bemerkenswert“, sagt Umweltdezernent Martin Gentzsch, der gemeinsam mit den Führungskräften im Amt die Umorganisation gesteuert hat. Bürgermeister Klaus Pesch: „Ich kann mich bei unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Kommunalen Diensten nur sehr herzlich bedanken – so wie bei allen Kolleginnen und Kollegen in der Stadtverwaltung und allen Bürgerinnen und Bürgern, die tagtäglich an vielen Stellen und mit großem Einsatz ihren Beitrag zur Bewältigung dieser Krise leisten.“