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Möbelrücken für den Unterrichtsstart

Corona-Lockerungen : Möbelrücken für den Unterrichtsstart

Ab Montag öffnen sich, wie in anderen Stadtteilen auch, die Türen der Lintorfer Heinrich-Schmitz-Grundschule für einen regulären Unterrichtsbetrieb. Die Kinder werden wieder im Klassenverband unterrichtet.

„Wenn es um die Bildung unserer Kinder geht, zählt jeder Tag“, heißt es unter anderem in einer Erklärung von Schul- und Bildungsministerin Yvonne Gebauer. Alle Kinder im Grundschulalter sollen nunmehr bis zu den Sommerferien wieder normal täglich im gesamten Klassenverband unterrichtet werden.

Präsenzunterricht war seit Mitte Mai zwar auch an der Lintorfer Heinrich-Schmitz-Schule wieder möglich, allerdings zunächst einmal nur für jeweils einen Jahrgang pro Tag. Die Kinder wurden in Lerngruppen auf mehrere Räume aufgeteilt, überall gab es Markierungen und Hinweise, die dabei halfen, den richtigen Abstand einzuhalten, und es galten natürlich verschärfte Hygieneregeln. Versetzte Zeiten beim Unterrichtsbeginn und -ende sowie zur Pause verhinderten, dass sich zu viele Schüler unnötig vermischten. „Die Kinder hatten sich sehr auf die Schule gefreut, waren jedoch erst noch etwas zurückhaltend und abwartend. Mit der Zeit kam eine neue Routine auf und die Kinder haben sich toll an die vereinbarten Regeln gehalten“, lobte Schulleiterin Britta Brockmann ihre Schülerinnen und Schüler.

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Jetzt gibt es nun wieder einen täglichen Unterrichtsbetrieb im vertrauten Klassenverband. „Ein Unterricht, wie die Schulgemeinde gewohnt ist, ist aber trotzdem noch nicht möglich“, sagte Brockmann. Klassen, die bisher in drei Lerngruppen aufgeteilt waren, kämen nun wieder zusammen. Es sei ein Unterschied, ob zehn Kinder frontal unterrichtet werden und gemeinsam die Pause verbringen oder jetzt wieder teilweise 29 Kinder. Außerdem sei nunmehr streng darauf zu achten, dass die Klassen alle voneinander getrennt werden.

Die kritischen Phasen, in denen die Kinder durch das Schulgebäude gehen, werden weiterhin durch versetzte Zeitfenster, genaue Raumzuordnung und Markierungen strukturiert. Wie in den vergangenen Tagen werden beim offenen Anfang die Kinder empfangen und beim Hineingehen durch eine zusätzliche Lehrkraft unterstützt. „Erzählkreise, Partner- und Gruppenarbeit wird es aber derzeit nicht geben, Freiarbeitsmaterial darf nicht genutzt werden, Stationenarbeit ist auch nicht möglich. Die bisherigen Abstands- und Hygieneregeln gelten weiterhin, genauso wie weiterhin die Maskenpflicht.

Nur wenn die Schülerinnen und Schüler am Platz sitzen, darf der Mund-Nasen-Schutz abgesetzt werden. Wenn möglich, soll ein größerer Personaleinsatz für einen reibungsloseren und erleichterten Tagesablauf sorgen.

„Wir haben mit den Kindern darüber gesprochen, dass die gleichen Regeln wie vorher gelten – nur eben eine andere Sitzordnung herrscht. Warum das auf einmal möglich ist, ist Kindern eigentlich kaum zu erklären. Wir haben es als Tatsache dargestellt. Es bleibt abzuwarten, wie die Kinder reagieren, wenn sie komplett in einem Klassenraum mit den vorgegebenen Regeln gemeinsam lernen und leben sollen“, erklärte Brockmann das Konzept der Lintorfer Grundschule, das von einem Team erarbeitet und anschließend der Schulpflegschaft vorgelegt wurde.

„Es ist wirklich ein Segen, dass die Schulgemeinde insgesamt sehr besonnen mit den neuen Bedingungen umgeht. Ich bin sehr dankbar dafür, dass die Kinder, die Eltern, die Lehrkräfte, das OGATA-Team und das andere Personal so flexibel auf die ständigen Neuerungen reagieren. Ohne den sehr konstruktiven Austausch mit dem gesamten Schulleitungskollegium der Ratinger Grundschulen wären diese Krisenzeiten nur schwer zu bewältigen gewesen. Ich habe gemerkt, dass sowohl Kinder, Eltern als auch die Lehrkräfte spüren müssen, dass ihre Sorgen und Bedürfnisse wahrgenommen werden und Entscheidungen beziehungsweise Neuerungen transparent gemacht werden. Ein Lächeln und ein positiver Blick sind für alle sehr wichtig, und so schafft man es auch gemeinsam“, so die Schulleiterin.

Auf verbindliche, gut durchdachte und praxisorientierte Vorgaben für den Start nach den Ferien warten die Schulen allerdings noch. Im Moment werden möglichst viele verschiedene Szenarien durchdacht und jeder hofft, dass eine Variante umsetzbar sein wird.