Ratingen: Mit besonderer Note

Ratingen: Mit besonderer Note

Am Samstag war der Trimborn-Saal fest in der Hand junger Musiker. Beim Wettbewerb um die Sparkassen-Förderpreise hatten die kundigen Juroren in allen drei Altersklassen keine leichte Aufgabe.

32 Musikschüler im Alter von sechs bis 20 Jahren nahmen Samstag am 16. Wettbewerb um den Förderpreis der Sparkasse Hilden-Ratingen-Velbert teil. Beim öffentlichen Vorspiel im Ferdinand-Trimborn-Saal zeigten die Schüler, was sie gelernt haben.

Lob war ihnen schon vorab gewiss: "Es sind immer wieder tolle Leistungen, denn es geht eigentlich um viel mehr, als nur um den Gewinn", sagte Musikschulleiter Paul Sevenich. Mit der Sparkasse habe man einen verlässlichen Partner zur Jugendförderung, denn die Organisation des Wettbewerbs sei sehr aufwendig, erklärte Sevenich. Die Förderpreise selbst sind, je nach Altersklasse, mit 25 bis 200 Euro dotiert. "Solche Anreize sind nur durch eine solche Zusammenarbeit möglich und mit den Haushaltsmitteln gar nicht denkbar." Viele der Teilnehmer haben bereits an anderen Wettbewerben wie "Jugend musiziert" teilgenommen. Für Gleichberechtigung bei der Vergabe der Förderpreise sorgen dabei die Statuten: Von einem Programm, das man bereits in einer anderen Konkurrenz gespielt hat, dürfen hier höchstens 50 Prozent wieder aufgeführt werden.

"Wir wollen keine Seriensieger, sondern Herausforderungen für die Musiker", sagte Sevenich. Deshalb sind kleine Hürden eingebaut: Wer im letzten Jahr mit einem Instrument in seiner Altersgruppe als Solist aufgetreten ist und noch nicht in die nächste Altersgruppe gewechselt ist, der muss sich bei der diesjährigen Teilnahme eine neue musikalische Aufgabe suchen, wie zum Beispiel der Auftritt in einem Ensemble oder sogar mit einem anderen Instrument. Das habe es schon gegeben, sagte Sevenich.

Aber auch für die Lehrer seien die Wettbewerbsvorbereitungen der Schüler eine große Herausforderung. Die Auswahl der Schüler fällt in deren Ressort und natürlich begleiten sie den langen Probenprozess. Sevenich: "Auch die Jury hat keine leichte Aufgabe, schließlich muss sie verschiedene Instrumente und auch noch Ensembles mit Solisten vergleichen."

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Drei Altersklassen

Die Gewinner standen am Samstagabend fest. Die Jüngsten spielten zuletzt. In der Altersgruppe eins (sechs bis elf Jahre) ging der erste Platz an Anna Hauke (9) an der Violine. Den zweiten Platz machte das Quartett Tabea Urbach (11) am Klavier, Sonia Loer (10) am Violoncello sowie die Violinistinnen Daria Sevenich (10) und Sarah Augustin (11) . Aufgrund der hohen Leistungsdichte – so die Begründung der Jury – wurde der dritte Preis dreimal vergeben und zwar an: Carolin Sauer (11) am Fagott, Lucas Chittka (11) Kontrabass und Simon Köhnes (11) an der Gitarre.

In der Altersgruppe zwei (zwölf bis 15 Jahre) lag Pianistin Jessica Napieralski (15) auf dem ersten Platz; Violoncellistin Kyra Urbach (13) auf dem zweiten und Sven Stolte (14) an der Gitarre auf dem dritten Platz. In der Altersgruppe drei (16 bis 20 Jahre) ging der erste Preis an Schlagzeuger Fabian Otten (16), der zweite Platz an das Duo Mona Möstl (17) an der Querflöte und Jessica Napieralski (15) am Klavier, der dritte Preis ging an Kathrin Stommel (19) an der Querflöte.

(RP)