Wirtschaft : Mehr Wohnraum an der neuen Weststrecke

Wirtschaft : Mehr Wohnraum an der neuen Weststrecke

Die Stadt drückt aufs Tempo und bereitet sich mit einer strategischen Planung auf die Reaktivierung des Personenverkehrs auf der Westbahn vor. Vor allem die Quartiere rund um die vorgesehenen Bahnhöfe sollen städtebaulich aufgewertet werden mit dem Ziel, Wohnraum und attraktive Arbeitsplätze mit guter Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr zu schaffen.

Eines der wichtigsten Entwicklungsgebiete befindet sich in Ratingen West im Bereich Sandstraße/Am Sandbach/Dechenstraße.

Dort sieht der städtebauliche Masterplan InWest eine neu geordnete Mischung aus Gewerbe unterschiedlicher Art, Einzelhandel und Wohnen vor.

Um diese Ziele verwirklichen zu können, muss die Stadt über die entsprechenden Flächen verfügen. Daher hat der Rat jetzt eine Vorkaufsrechtssatzung für größere Bereiche des Entwicklungsgebiets beschlossen.

Hintergrund: Das Westbahn-Projekt wurde spätestens seit der veröffentlichten Machbarkeitsstudie zielsicher auf die Schiene gesetzt. Das wichtigste Ergebnis dieser Studie: Die Reaktivierung des Personenverkehrs ist baulich machbar, bezahlbar und volkswirtschaftlich sinnvoll.

Mehr als 1,5 Millionen Autofahrten zwischen Duisburg, Ratingen und Düsseldorf dürften pro Jahr durch einen S-Bahn-Betrieb auf der Ratinger Weststrecke auf die Schiene verlagert werden. Die Wirtschaft unterstützt dieses Projekt.

Weiterhin errechneten die Gutachter: Der Nutzen der Westbahn ist so groß, dass sich sogar die hohen Investitionen von mehr als 100 Millionen Euro lohnen würden. Der so genannte Nutzen-Kosten-Indikator (NKI) liegt in allen untersuchten Planfällen (zum Teil deutlich) im Plus.

Erforderlich für eine Förderung ist ein Wert über 1, die vier untersuchten Planfälle für die Westbahn liegen zwischen 1,2 und 1,85.