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Mehr Ideen für Klimaschutz in Ratingen

Wirtschaft in Ratingen : Einkaufen vor Ort ist auch Klimaschutz

Olaf Tünkers, Vorstandsvorsitzender des Unternehmensverband Ratingen, fordert Themen, die Ratinger für die Innenstadt begeistern und will den Klimaschutz nach vorne bringen.

Ratingen hat Glück gehabt. Die Starkregenereignisse haben teilweise zu Überflutungen und vollgelaufenen Kellern geführt. Ärgerlich für die Betroffenen, gerade wenn persönliche Erinnerungen oder wichtige Geschäftsunterlagen unwiederbringlich verloren sind. Aber nichts im Vergleich zu dem, was an Ahr und Erft passiert ist.

Auch die Pandemie hinterlässt ihre Bremsspuren. Zwar ist die Zahl der Betriebsaufgaben geringer als von der IHK erwartet, dennoch zeigen sich Lücken – im wahrsten Sinne des Wortes. Leerstände in der Innenstadt belegen, dass es nach der Pandemie nicht sein wird wie vorher. Auch in Tiefenbroich und West gibt es weiterhin erhebliche Leerstände bei Büro- und Gewerbeimmobilien, die Vermarktung ist schwierig.

Es müssen neue Themen her, die die Menschen für die Innenstadt begeistern. Der Klimaschutz kann ein solches Thema sein. Einzelhändler sollten sich mehr als bisher zusammentun und Ideen und Initiativen für den Klimaschutz herausstellen. Einkaufen gehen in der Innenstadt ist gelebter Klimaschutz – weil man nicht mit dem Auto von einem großen Center zum nächsten fährt. Kreativität ist gefragt, um den Bürgern die Vorteile des City-Einkaufs vor Augen zu führen. Und gleichzeitig den Aufenthalt in der Stadt mit Restaurants, Biergärten zu versüßen.

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Neue Themen müssen aber auch her in Ratinger Gewerbegebieten. Umweltfreundliche Energieerzeugung ist ein wichtiger Ansatzpunkt, die Kampagne des Landes NRW „Mehr Photovoltaik auf Gewerbedächern“ ist gerade gestartet. Nicht jedes Bürodach ist für Photovoltaik geeignet – aber was spricht dagegen, dass Unternehmen am Standort zusammenarbeiten, bei denen das eine den grünen Strom für das andere auf seinem Hallendach erzeugt?

Und zuletzt gilt es auch, über unsere Stadt hinaus im Kreis Mettmann mehr gemeinsame Themen zu finden. Angesichts der Klimaveränderungen können wir nicht warten, dass andere die richtigen Maßnahmen ergreifen. Der Unternehmensverband Ratingen hat daher die Suche nach Zukunftsthemen initiiert und ein Treffen der Bürgermeister einschließlich Landrat im Nordkreis angeregt. Es geht darum, wegweisende Themen zu finden, die möglichst für alle Städte bedeutsam sind und nachhaltig nicht nur ihre Existenz sichern, sondern sie auch für Bürger und Unternehmen attraktiv machen. Damit sowohl die Innenstädte aufblühen als auch Unternehmen besser vernetzt und zukunftssicher werden.