Massenandrang im Ratinger Angerbad

Hitze lockt Besucher in die Freibäder: Angerbad knackt Gäste-Rekord im Juli

Bei dieser Bullenhitze wollen viele Bürger nur eines: Abkühlung. Die finden sie im überaus beliebten Freibad. Und das freut sich über einen Besucherrekord.

Dieser Monat Juli bricht Rekorde: Selten war es dauerhaft so heiß, und selten strömten innerhalb kurzer Zeit so viele Menschen ins Angerbad. Wojciech Hrabowski ist Abteilungsleiter bei den Stadtwerken für den Bäder- und Saunabereich. Im RP-Gespräch nennt er Zahlen, die für sich sprechen: Bis jetzt kamen allein im Juli rund 30.000 Besucher ins Freibad, das sind 17.000 Gäste mehr als im selben Monat des vergangenen Jahres. Und der Juli ist noch nicht zu Ende, für die kommenden Tage wird weiter sehr heißes Wetter erwartet. Dies bedeutet: Auch am kommenden Wochenende wird es wieder brechend voll im Angerbad, das mit seinem umfangreichen Angebot und dem 50 Meter-Becken punkten kann. Der Juli hat also klar das Zeug zum Rekord-Monat.

In Sachen Hitze und UV-Strahlung werden die Schwimmmeister regelmäßig geschult, sie wissen genau, wie man sich richtig verhalten muss. „Es gibt zwei Hauptschichten und eine Mittelschicht“, berichtet Hrabowski, der sich daran erinnert, dass der Sommer des vergangenen Jahres bilanztechnisch eher mittelmäßig verlief. „Da war der Juni von den Besucherzahlen her eigentlich ganz gut, es kamen etwa 20.000 Gäste, aber der Juli war eher schlecht“, berichtet er. In diesem Jahr öffnete das Angerbad wegen des guten Wetters etwas früher. Und das kam vor allem bei den Frühschwimmern sehr gut an.

Die Stadtwerke haben viel Geld investiert: So wurde die veraltete Technik des Angerbades gegen moderne Anlagen ausgetauscht, die regelmäßig gewartet und geprüft werden. Mehr als 30 Mitarbeiter in den Bädern der Stadtwerke kümmern sich um einen reibungslosen Ablauf.

Eine große Rolle spielt dabei die gute Ausbildung der Angestellten, weiß der Sicherheitsingenieur der Bäderbetriebe. „Wir arbeiten nahezu ausschließlich mit ausgebildeten Schwimmmeistern, unsere Mitarbeiter müssen Jahr für Jahr in Übungen beweisen, dass sie zum Beispiel routiniert einen Defibrillator einsetzen oder einen Feuerlöscher problemlos bedienen können“, erklärt er.

Und trotzdem: Ein Stück Verantwortung liegt bei jedem Badegast selbst. Über manches Verhalten können die Mitarbeiter nur den Kopf schütteln. „Etwa wenn ein Nichtschwimmerkind, ein kleines Kind von zwei oder drei Jahren, ins Schwimmerbecken mitgenommen wird – ohne Flügel“, sagt der Betriebstechniker. „Wir bitten alle, sich an die Regeln zu halten, damit wir auch in Zukunft nur kleine Schnittverletzungen oder Wespenstiche verarzten müssen“, betont er.

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Natürlich ist es für die Schwimmmeister nicht einfach, angesichts der Massen im Freibad den Überblick zu behalten. In Spitzenzeiten kommen mehr als 3000 Menschen pro Tag. Viele Besucher kennt man bereits, es gibt zahlreiche Stammgäste. Aber es kommen auch neue Besucher aus Düsseldorf und Duisburg nach Ratingen.

Dieser Sommer verspricht jedenfalls weitere Rekordzahlen. Erst am 9. September geht die Saison zu Ende. An diesem Tag startet der zehnte Stadtwerke Ratingen-Triathlon. Danach geht es für die Schwimmer wieder ins Hallenbad. Doch daran will man jetzt noch gar nicht denken.

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Bereits am gestrigen frühen Morgen war es im Freibad wieder richtig voll.

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