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Heiligenhaus: Loveparade: Heiligenhauserin ist 21. Opfer

Heiligenhaus : Loveparade: Heiligenhauserin ist 21. Opfer

"Jetzt treffen uns die schrecklichen Folgen der Loveparade-Katastrophe direkt." So kommentierte Bürgermeister Dr. Jan Heinisch am Mittwoch die Nachricht, dass in der Nacht zum Mittwoch eine 25-jährige Heiligenhauserin den Folgen ihrer schweren Verletzungen erlegen war, die sie bei der Massenpanik erlitten hatte.

Die junge Frau aus Stadtmitte war das 21. Todesopfer der Katastrophe. Die genaue Todesursache stand am Mittwoch noch nicht fest, sie wird nach Angaben der Staatsanwaltschaft noch untersucht.

"Wir waren schon unmittelbar dadurch beteiligt, dass ein Heiligenhauser Wagen am Samstag zu den in Duisburg eingesetzten Kräften gehörte", so Heinisch weiter. Doch nun habe das tragische Geschehen noch einmal eine neue Dimension erhalten.

Darauf hat die Stadt unmittelbar nach Bekanntwerden der Nachricht vom Tod der jungen Frau reagiert. Heinisch: "Zusätzlich zur landesweit angeordneten Trauerbeflaggung mit der NRW-Landesfahne wird die Stadtfahne an markanten Punkten halbmast geflaggt", sagte er gestern Mittag gegenüber der RP. Doppelte Trauerbeflaggung gibt es am Rathaus, an der Suitbertusschule, der Grundschule Hetterscheidt, an der Realschule und an der Feuer- und Rettungswache an der Selbecker Straße. "Damit möchten wir die öffentliche Bestürzung über diese Tragödie Ausdruck verleihen", sagte der Bürgermeister. "Ich halte dies für ein wichtiges Zeichen, selbst wenn dies dem Opfer nicht mehr helfen kann."

Darüber hinaus sei die Stadt mit der Familie in Kontakt: "Wir haben der Familie und dem Bekanntenkreis Begleitung und jegliche mögliche Form von Hilfe angeboten", so Heinisch. Heute werde es hierzu ein weiteres Gespräch geben. Nicht daran gedacht sei allerdings seitens der Stadt, ein Kondolenzbuch auszulegen.

Der Kreis Mettmann hat gestern für die Zeugen der Katastrophe, direkt Betroffene sowie für Angehörige der Opfer eine Telefon-Hotline eingerichtet: Tel. 02104 992222. Erfahrene Fachkräfte des Sozialpsychologischen Dienstes stehen als Ansprechpartner zur Verfügung, um zu helfen.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Trauer am Unglückstunnel

(RP)