Ratingen : Markt: FDP pocht auf Runden Tisch

Dabei soll es nicht nur um die Gastronomie, sondern um die gesamte Zukunft des Einzelhandels in der Innenstadt gehen. Die Liberalen hatten einen Antrag gestellt.

Die städtischen Kommunikationslücken mit Blick auf Marktbeschicker und Markt-Gastronomen haben ein Nachspiel. Unlängst meldeten sich Wirte in der RP zu Wort mit der dringenden Bitte, einen Runden Tisch einzuberufen.

Jetzt legte die FDP-Fraktion nach. Grund: Die Liberalen hatten bereits mit ihrem Antrag vom 29. Januar 2021 die Einberufung eines Runden Tisches zur Unterstützung des gesamten Einzelhandels einschließlich der Gastronomie, insbesondere in Zeiten der Pandemie, gefordert. Die Corona-Krise werde mehr Leerstände zur Folge haben. „Dafür müssen wir intelligente Konzepte entwickeln, und wir brauchen eine klare Zukunftsperspektive über 2021 hinaus“, betonte FDP-Fraktionschef Dr. Markus Sondermann.

Der Rat habe sich der Initiative der FDP in seiner Sitzung am 23. Februar angeschlossen und den klaren Auftrag an die Stadt gegeben: „Die Verwaltung wird beauftragt, zeitnah einen Runden Tisch mit allen Beteiligten einzuberufen“. In der Ratssitzung am 23. März 2021 habe Bürgermeister Klaus Pesch auf Nachfrage erklärt, dass bislang kein Runder Tisch anberaumt worden sei. „Bis heute“, so meinte Sondermann, ist nichts passiert, also vier Monate nach dem Ratsauftrag. Als Bürgermeister sei Pesch laut Gemeindeordnung verpflichtet, Ratsbeschlüsse umzusetzen.

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Die Gastronomen suchen nach einer langfristigen Lösung. Dass der Wochenmarkt ein Publikumsmagnet sei, stellen sie nicht in Abrede.

Eine sinnvolle Aufteilung der Innenstadt zwischen Markt und Gastronomie könnte für mehr Frequenz sorgen. Davon würden dann auch die Einzelhändler profitieren, und derzeit leerstehende Ladenlokale könnten an Attraktivität zurückgewinnen.

In Moers zum Beispiel machten die Marktbeschicker klaglos Platz für die Außengastronomie, beide könnten in direkter Nachbarschaft nebeneinander existieren. In Ratingen sei das für den Weihnachtsmarkt ja auch möglich, heißt es.