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Landrat Hendele sieht den Kreis Mettmann gut aufgestellt

Treffen auf Kreisebene : Landrat Hendele: „Wir sind gut aufgestellt“

Der CDU-Bundestagsabgeordneter Peter Beyer tauschte sich mit dem Landrat über die Corona-Lage und die finanzielle Situation im Kreis Mettmann aus.

(RP) Bei jedem dritten Neuinfizierten im Kreis Mettmann wurde in den vergangenen sieben Tagen die hochansteckende Coronavirus-Variante Omikron nachgewiesen. Die Lage ist wie im gesamten Bundesland ernst. Der CDU-Bundestagsabgeordnete Peter Beyer nutzte seinen Antrittsbesuch bei Landrat Thomas Hendele, um aus erster Hand zu erfahren, wie sich die Entwicklung vor Ort darstellt. Weitere Themen des Austausches im Kreishaus waren Kommunalfinanzen, Infrastrukturvorhaben und die CO-Pipline.

Ohne Frage, die Mitarbeiter des Kreisgesundheitsamtes waren in den vergangenen zwölf Monaten enorm gefordert, denn das Kreisgesundheitsamt Mettmann ist und war der Dreh- und Angelpunkt der Pandemie-Bekämpfung in allen zehn kreisangehörigen Städten. Neben der Nachverfolgung von Infektionsketten sowie der Umsetzung immer wieder neuer und angepasster Verordnungen, mussten in den vergangenen Monaten dezentrale Impfzentren eingerichtet oder Betreiber für diese gefunden werden. Man habe sich oft stündlich auf veränderte Situationen einstellen müssen, sagte Hendele.

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„Wir sind gut aufgestellt“, so seine Einschätzung, denn man habe viel in den vergangenen Monaten gelernt. Zu Beginn der Pandemie habe es beim digitalen Datenaustausch deutlichen Nachholbedarf gegeben. Aber nun seien die digitalen Unterstützungsmöglichkeiten voll umfänglich implementiert.

Corona hat aber noch weitere Auswirkungen, denn die Pandemie und die sich anschließende Rezession haben die Kommunen im Jahr 2020 finanziell schwer belastet. Nur durch ein historisches Hilfspaket von Bund und Ländern konnten flächendeckende Haushaltskrisen abgewendet werden. Umso positiver war es für Beyer zu hören, dass die Finanzlage des Kreises dank soliden Haushaltens positiv ist. Dennoch warnte Hendele vor einer ungewissen Zukunft. Ohne zusätzliche Finanzhilfen in den kommenden Jahren drohten die Erfolge des vergangenen Jahrzehnts verloren zu gehen und die regionalen Spaltungen weiter zuzunehmen. Die finanziellen Spielräume müssten ebenso verbessert werden wie eine deutliche Beschleunigung von Planungsvorhaben, betonte Beyer, der dabei insbesondere Bauvorhaben wie die A 44 vor Augen hat.

Er engagiert sich als Mitglied der Arbeitsgemeinschaft Kommunalpolitik im Deutschen Bundestag für diese Themen. Ihm sei bewusst, dass der Ausbau von Schulen, die Digitalisierung von Rathäusern und Maßnahmen für mehr Klimaschutz anderenfalls von den Kommunen nicht zu stemmen sei.