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Landrat Hendele kritisiert: Unfaires Verfahren

Kreis Mettmann ist nicht dabei : Entscheidung zu Corona-Modellregion gefallen

Der Kreis Mettmann wird keine Corona-Modellregion. Ausgewählte Städte und Kreise dürfen ab 19. April in Teilbereichen das öffentliche Leben wieder hochfahren. Landrat Hendele kritisiert das Verfahren.

NRW-Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart verkündete am Freitagmittag, welche 14 Städte und Kreise Corona-Modellregion werden und in den kommenden Wochen  das öffentliche Leben in einigen Bereichen wieder hochfahren dürfen. Der Kreis Mettmann, der sich neben 20 weiteren Kreisen und 25 Städten ebenfalls beworben hatte, ist nicht darunter.

„Das ist keine Überraschung“, so Daniela Hitzemann, Sprecherin des Kreises. Das Auswahlverfahren stößt beim Kreis Mettmann durchaus auf Kritik. „Nachdem das Land Nordrhein-Westfalen den Kriterienkatalag herausgeben hatte, blieben weniger als 24 Stunden Zeit, diese zu erfüllen“, so Hitzemann. Landrat Thomas Hendele bezeichnete das Vorgehen als „unfaires Verfahren.“

Eine der Anforderungen lautete: Bewerber dürfen kein diffuses Infektionsgeschehen aufweisen. „Genau das zeichnet den Kreis Mettmann jedoch seit Monaten aus“, erklärt die Kreissprecherin.

Mit diesem Auswahlkriterium war bereits klar, dass der Kreis Mettmann es nicht schaffen würde. Die Bewerbung wurde dennoch aufrechterhalten, um zu demonstrieren, dass der Kreis willens ist, das Corona-Geschehen in den Griff zu bekommen.

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„Der Kreis Mettmann verfügt über ein flächendeckendes Netz an Schnellteststationen, das stetig wächst. Damit ist der Kreis prädestiniert, als Modellregion für Öffnungen zu fungieren“, begründet Landrat Thomas Hendele die Bewerbung.

Ahaus, Münster, Mönchengladbach, Paderborn und die Kreisen Coesfeld, Warendorf und Soest starten am 19. April. Am 26. April folgen Köln, Essen, Krefeld, Lennestadt, Siegen und die Kreise Düren und Hochsauerlandkreis. Sie werden an ausgewählten Projekten digitales Pandemie-Management demonstrieren.