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Landesregierung zeichnet Ratinger Konzept der kulturellen Bildung aus

Fördergelder : 15.000 Euro für die kulturelle Bildung

Die Stadt Ratingen hat sich erfolgreich an einem Wettbewerb des Landes Nordrhein-Westfalen beteiligt. Die kulturelle Bildung für Kinder und Jugendliche hat einen hohen Stellenwert.

(RP) Im Wettbewerb „Kommunale Gesamtkonzepte für Kulturelle Bildung“ sind die Städte Ahlen, Gelsenkirchen und Ratingen sowie die Kreise Euskirchen und Lippe ausgezeichnet worden. Sie haben mit ihren umfassenden Konzepten zur kulturellen Bildung von Kindern und Jugendlichen die Fachjury überzeugt und erhalten Preisgelder in Höhe von jeweils 15.000 Euro.

In Ratingen hat die kulturelle Bildung Tradition. Die Stadt widmet dem Thema seit langem große Aufmerksamkeit – mit herausgehobenen Ereignissen wie dem aktuell stattfindenden Jugendkulturjahr, aber auch mit vielfältigen Angeboten, die Kinder und Jugendliche verlässlich in ihrem Alltag erreichen. So sind die Angebote nahezu alle kostenfrei, um insbesondere Kinder und Jugendliche anzusprechen, für die ein Besuch einer Kultureinrichtung oder die Teilnahme an einer kulturellen Veranstaltung keine Selbstverständlichkeit ist. Beeindruckt hat die Jury darüber hinaus die effektive Netzwerkarbeit zwischen den verschiedenen Akteuren kultureller Bildung, die Jugendzentren, Musikschule, Bibliothek, Volkshochschule, Museen, Kindertageseinrichtungen und Schulen einbezieht und ein koordiniertes Vorgehen möglich macht. Dabei werden die Jugendlichen und Kinder, wie auch bei der Planung des Jugendkulturjahres, immer aktiv eingebunden. Um die zahlreichen spannenden Angebote übersichtlich zu kommunizieren, wurde im Kontext des Jugendkulturjahres eine eigene Webseite entwickelt, die in Zukunft den Durchblick auf die Möglichkeiten der kulturellen Teilhabe für alle schafft.

„Die für ihre Gesamtkonzepte ausgezeichneten Kommunen leisten wichtige Arbeit im Bereich kulturelle Bildung. Durch die Vernetzung und Bündelung unterschiedlicher Akteure ermöglichen sie überall in Nordrhein-Westfalen verlässliche und leicht zugängliche Kulturangebote für Kinder und Jugendliche“, sagte Kultur- und Wissenschaftsministerin Isabel Pfeiffer-Poensgen. „Die Konzepte gehen auf den großen persönlichen Einsatz vieler Engagierter vor Ort zurück, die mit Leidenschaft und Ausdauer dafür sorgen, dass kulturelle Bildung einen festen Platz in den Kommunen hat. Ihnen gilt mein besonderer Dank.“

Schon mehr als 75 nordrhein-westfälische Städte, Gemeinden und kommunale Verbünde haben sich am Wettbewerb beteiligt, mit dem das Land seit 2007 besonderes kommunales Engagement in der kulturellen Bildung würdigt. Ausgezeichnet werden Konzepte, die etwa durch die Vernetzung von Ämtern, freien Künstlerinnen und Künstlern sowie Kultur-, Bildungseinrichtungen und Kulturinitiativen ressortübergreifend an der Qualität ihrer kulturellen Bildungslandschaft arbeiten und Kindern und Jugendlichen so dauerhaft Zugang zur kulturellen Bildung ermöglichen.

Beispielhafte Maßnahmen der Kommunen sind etwa neue digitale Kulturplattformen, regelmäßig stattfindende Formate wie Konferenzen und Tagungen, das Einsetzen von Kulturbeiräten oder -beauftragten sowie langfristige Kooperationen beispielsweise von Theatern, Musikschulen und Volkshochschulen mit Kitas und Schulen.