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Land fördert Sportanlage Talburgstraße in Heiligenhaus

Heiligenhaus : 1,4 Millionen für Neubau und Umfeld

An der Sportanlage Talburgstraße steht Umbau in Richtung Vielseitigkeit an. Ein Vorhaben unter ungewöhnlichen Vorzeichen: Es kostet die Stadt keinen Cent. Zum ersten Spatenstich kam Ministerin Ina Scharrenbach.

So viel Lockerheit ist selten, wenn es um viel Geld geht: „Wir haben Glück, dass es uns nicht in die Party regnet“, sagte Bürgermeister Michael Beck am Dienstag. Tatsächlich war an der Sportanlage Talburgstraße für Stehtische (auf Abstand) und belebende Getränke gesorgt. Ehrengast: Ministerin Ina Scharrenbach. Zum gemeinsamen Feiern einer Heiligenhauser Idee und ihrer Ausführung, wie sie inzwischen in ihren Anfängen schon weithin sichtbar ist.

 Ministerin Ina Scharrenbach, Bürgermeister Michael Beck (r.) und der Erste Beigeordnete Björn Kerkmann beim symbolischen ersten Spatenstich.
Ministerin Ina Scharrenbach, Bürgermeister Michael Beck (r.) und der Erste Beigeordnete Björn Kerkmann beim symbolischen ersten Spatenstich. Foto: Achim Blazy (abz)

Es geht, wie Beck und Scharrenbach zahlreichen Gästen aus Politik, Vereinen und Verwaltung erläuterten, um die Schaffung eines bedeutsamen Stückes sozialer Infrastruktur. Verbindungen solle es schaffen zwischen Menschen und Stadtteilen (besonders Oberilp und Nonnenbruch). Lob von der Ministerin: „Sie setzen genau die richtigen Impulse.“ Das habe zum Erfolg bei der Bewerbung um die Fördergelder geführt. Die Kosten von 1,44 Millionen Euro werden komplett von Bund und Land übernommen. Hintergrund: „Zu Beginn der Pandemiezeit wollten wir dafür sorgen, dass öffentliche Aufträge weiter laufen“, so die Ministerin. Ein Mittel dazu: Das Land NRW übernimmt die Kosten, wie sie ansonsten für die Stadt als Eigenanteil bei geförderten Vorhaben auflaufen. Unterm Strich ergibt sich für die Stadt Mehrwert zum Nulltarif.

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Es geht um einen Funktionsbau oberhalb des Sportplatzes. Ein Gebäude wird abgerissen, lediglich die Bodenplatte wird in Zukunft als Terrasse genutzt werden. Architekt Waldemar Madeia hat die Pläne für die Kombination aus Neubau und Bestand geliefert. So wird es am Betonsockel des neuen Gebäudes eine Kletterwand geben, einen Kleinfeldsportplatz für jeden, der Fußball und Basketball mag, einen einladenden Eingangsbereich und, nicht zu vergessen, neue Umkleiden für Sportler. Dass im Innenleben des neuen Funktionsbaus für Energieeffizienz auf aktuellem Stand gesorgt wird, gilt als Selbstverständlichkeit eines „auch ökologisch vorzeigbaren Projekts“, wie Beck sagte.

Weitere Förderung in Höhe von 581.000 Euro folgt in diesem Jahr: Unter dem Titel „Sport. Wald. Heiligenhaus.“ wird Außengelände für Breitensport hergerichtet, unter anderem mit einem Niedrigseilgarten. Die Anlage wird ebenfalls am Sportfeld Talburgstraße entstehen.