Ratingen: Kurzfilmtag zu Gast im Ratinger Kino

Ratingen: Kurzfilmtag zu Gast im Ratinger Kino

Ein Team von Filmbegeisterten ist auf Tour durch Nordrhein-Westfalen. Bei jedem Werk steht eine Nation im Zentrum.

Gabriele Rosslenbroich, Betreiberin des Kinos 1+2 auf der Lintorfer Straße 1, bekommt am Mittwoch, 17. Juli, Besuch von den Machern des Episodenfilms "Points of view – Blickpunkte", der im Filmauslese-Programm des Kinos gezeigt wird. Die in Wuppertal von zehn Filmeschaffenden gedrehten Kurzfilme werden am 17. Juli um 17 und um 20 Uhr gezeigt. Im Beisein der Filmemacher wird im Anschluss an die 20-Uhr-Vorstellung eine Diskussion über die Filminhalte stattfinden. In einer Filmtour durch NRW, die vom Landschaftsverband Rheinland und der regionalen Kulturpolitik Bergisches Land gefördert wird, kommen diese Kurzfilme ins Kino.

Points of view wurde Anfang 2012 durch Mario von Grumbkow unter dem Titel "Blickpunkte" ins Leben gerufen. Der Episodenfilm entstand in Zusammenarbeit mit dem Verein Vollbild. Zehn junge Frauen und Männer haben über ein Jahr lang Geschichten entwickelt, Drehbücher geschrieben, Schauspieler gecastet und Drehorte gesucht, um zehn fiktionale Kurzfilme in und um Wuppertal herum zu realisieren.

Im Vordergrund der Filme stehen Geschichten über junge Menschen in alltäglichen und außergewöhnlichen Situationen. Dabei kommen alle Genres, vom Drama über die Komödie bis hin zum Thriller vor. Als Rahmen dient jedem Film eine andere Nation. Manchmal steht die behandelte Nation im Vordergrund der Filme, wie im Türkei-Film von Yasemin Markstein, in dem der Jugendliche Yasin zum ersten Mal Verantwortung übernehmen, und den türkischen Supermarkt der Familie leiten muss.

In anderen Filmen hat die Nation bei der Entwicklung der Filme zur Geschichte geführt, wird jedoch nur hintergründig behandelt, wie im Belgien-Film von Mario von Grumbkow.

Das Team – Kamera, Ton, Ausstattung, Maske, bis hin zum Setrunner – setzt sich ausschließlich aus Filmbegeisterten zusammen. Jeder hat ohne Honorar aus Leidenschaft zum Film an den Dreharbeiten mitgewirkt.

Die Technik und die Schnittplätze wurden vom Medienprojekt Wuppertal zur Verfügung gestellt. Alle weiteren Kosten, wie Requisiten und Kostüme wurden von Förderinstitutionen wie Jugend für Europa, der Jackstädtstiftung, dem Kulturfonds Wuppertal, dem Fonds Soziokultur und der Stadtsparkasse Wuppertal gespendet. Die Filme wurden überwiegend in Wuppertal gedreht. So dienten zum Beispiel der Stadtsparkassen-Turm, der U-Club, die Schwebebahn und der Mirker Bahnhof als Motive.

Am 15. Juni hatte Points of view Premiere im Wuppertaler CinemaxX. Nun schließt sich eine Filmtour durch Kinos in NRW an. Die Tour wird vom Landschaftsverband Rheinland und der regionalen Kulturpolitik Bergisches Land gefördert.

(RP)
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