Ratingen : Interesse an Solarthermie im Kreis Mettmann steigt

Seit Anfang des Jahres gibt es deutlich verbesserte Förderangebote. Eine bestehende Heizungsanlage kann nachgerüstet werden, unabhängig von der Art des Wärmeerzeugers.

Das Interesse im Kreis Mettmann an Solarthermieanlagen steigt. Gründe für das anhaltend hohe Interesse innerhalb der Bevölkerung sieht Peter Wobbe-von Twickel vom Kreis Mettmann neben einem gewachsenen Klimabewusstsein, in der Einführung eines CO2-Preises auf fossile Energieträger sowie in den deutlich verbesserten Förderangeboten, die seit Anfang dieses Jahres für den Einbau von Heizungen mit erneuerbaren Energien von der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) vergeben werden. „Wird beispielsweise eine bestehende Heizungsanlage mit einer Solarthermieanlage nachgerüstet, erhält der Betreiber einen Zuschuss von 30 Prozent der förderfähigen Kosten. Wird ein alter Ölkessel gegen eine effiziente Gas-Solar-Heizung getauscht, winkt eine Förderung von 40 Prozent der Anschaffung und Installationskosten“, so Wobbe-von Twickel.

Thermische Solaranlagen sind zum Beispiel zur Erwärmung von Duschwasser geeignet. Wahlweise können sie auch die ganze Heizung unterstützen. Bei einer üblichen Kollektorfläche von zehn bis 15 Quadratmetern und guter Dämmung des Hauses können bis 30 Prozent des Wärmebedarfs gedeckt werden. Große Warmwasserspeicher und größerer Kollektorflächen ermöglichen sogar eine Deckung von 50 Prozent.

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Solarthermische Anlagen lassen sich mit beinahe jedem erdenklichen Wärmeerzeuger kombinieren, etwa mit einem Holzheizkessel, einer Wärmepumpe oder einem Gasbrennwertkessel. Heizungen, die mehr als eine Wärmequelle nutzen, heißen Hybridheizungen. Für den Umstieg auf Hybridheizungen gibt es erhebliche Fördermittel. Auch für den Einbau einer neuen reinen Gasheizung, die erst nachträglich durch Sonnen- oder Umweltwärme unterstützt wird, fließen Zuschüsse. Solche Systeme werden als „Renewable Ready“ bezeichnet, also als „bereit für Erneuerbare“.

Solarthermieanlagen verfügen heute über ein hohes Maß an technischer Zuverlässigkeit und Effizienz. Langzeituntersuchungen haben gezeigt, dass solarthermische Anlagen auch nach zwanzig Jahren wie am ersten Tag zuverlässig Wärme erzeugen.

Der Kreis Mettmann ist Mitglied im landesweiten Netzwerk Altbauneu, das durch die EnergieAgentur.NRW koordiniert und vom NRW-Wirtschaftsministerium unterstützt wird. Weitere Informationen gibt es im Internet.

alt-bau-neu.de/kreis-mettmann