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Kreis Mettmann: WFB suchen Helfer

An allen Standorten im Kreis Mettmann : Werkstätten suchen freiwillige Helfer

Es gibt freie Stellen für ein Freiwilliges Soziales Jahr und den Bundesfreiwilligendienst.Helfende Hände sind besonders vonnöten, wenn die Werkstätten, wie geplant, wieder von Corona- auf Regelbetrieb umschalten.

(RP/köh) In Zeiten wie diesen, wo man als Schulabgänger noch unschlüssig ist, welche Möglichkeiten sich für die Gestaltung der Zukunft bieten oder ob man sich mit einem „Online“-Studium abfinden will, bieten die WFB Werkstätten des Kreises Mettmann Schulabgängern die Möglichkeit, die Übergangszeit bis zur Einführung eines Covid-19-Impfstoffes sinnvoll und zugleich lehrreich zu gestalten.

„In allen sechs Werkstätten für Menschen mit Behinderung in Ratingen, Velbert und Langenfeld haben wir noch freie Stellen für ein Freiwilliges Soziales Jahr oder für den Bundesfreiwilligendienst. Die Freiwilligen sind dabei nicht nur Unterstützer der Gruppenleiter, sondern sie sind gerade für die behinderten Mitarbeitenden eine große Bereicherung in der täglichen Arbeit“, betont Personalleiterin Birgit Sontowski.

Darüber hinaus betreuen und leiten die freiwilligen Helfer die behinderten Menschen bei der Arbeit an, sie begleiten und unterstützen sie, falls nötig, bei Therapien und arbeitsbegleitende Maßnahmen (Sport, Kreativkurse usw.) und helfen ggf. bei der Essenseinnahme und Körperpflege.

Was die FSJ‘ler und Bufdis selbst davon haben? „Sie entwickeln ihre Persönlichkeit weiter, erleben Gemeinschaft, gestalten den Werkstattalltag aktiv mit und können sich beruflich orientieren, ausprobieren und Berufsfelder im Bereich der Behindertenhilfe kennenlernen“, so Sontowski. „Wir bieten auch gerne unverbindlich Hospitations-Tage an, an denen man austesten kann, ob so ein Freiwilliges Soziales Jahr für einen in Frage kommt.“

Als Taschengeld gibt es monatlich 405 Euro sowie Leistungen zur Sozialversicherung. Natürlich gelten auch in den Werkstätten derzeit besondere Bedingungen. Nach zwei Monaten Komplettschließung aufgrund des Corona-bedingten Betretungsverbotes ist inzwischen etwa die Hälfte aller Mitarbeitenden wieder an ihren Arbeitsplätzen.

„Alle Mitarbeitende halten sich weitestgehend an die geltenden Regeln zur Hygiene und zum Abstand, die ihnen die Fachkräfte gut erklären und sie wenn nötig erinnern. Die Leitsysteme werden beachtet und auf den Fluren trifft man niemanden ohne Mund-Nase-Bedeckung“, lobt Geschäftsführer Klaus Przybilla die Disziplin in den Häusern. Es sei damit zu rechnen, dass – wie für Schulen und Kitas – auch für die WFB-Werkstätten bald wieder eine Rückkehr zum Normalbetrieb gefordert und beschlossen wird. „Dann können wir jede helfende Hand, auch die Freiwilligen, gut gebrauchen.“