Kreis Mettmann Musik und mehr: Das ist los am Wochenende

Familie und Freizeit : Musik und mehr: Das ist los am Wochenende

Im November hinterm Ofen? Lieber nicht. Hier unsere Veranstaltungstipps für die nächsten Tage.

LANGENFELD Für die kalten Tage gewappnet ist das Komiker-Duo Ulan und Bator, das am Freitag im Langenfelder Schaustall auftritt. Beginn am Winkelsweg 38 ist um 20 Uhr. „Zukunst“ heißt das Programm der beiden Mützenträger. Die Kabarettisten verstehen sich selbst als die „Frank Zappas unter den Van Goghs der Klöppel-Falknerei“. Sebastian Rüger und Frank Smilgies bestechen durch skurrile und aberwitzig absurde Arbeit auf der Bühne. Kennengelernt haben sie sich einst auf der Essener Folkwang-Schule. „Zukunst“ – ein Friday for Future der besonderen Art. Eintritt: 18 und 20 (VVK/AK). Vorverkauf unter schauplatz.de.

Das Concerto Langenfeld mit Dirigent Felix Koltun gibt am Samstag, 19.30 Uhr, ein Sinfoniekonzert zum städtischen Frankreich-Jahr. In der stadthalle, Hauptstraße 129, auf dem Programm stehen die beiden Arlesienne-Suiten von Georges Bizet und die Pariser Sinfonie von Wolfgang Amadeus Mozart. Ein besonderer point culminant wird sicherlich die Darbietung des 1. Klarinettenkonzerts von Carl Maria von Weber sein. „Das ist ein sehr schönes Stück, das auch für die Klarinette geschrieben ist und nicht gegen sie“, sagt Solistin Lisa Wegmann. Die junge Klarinettenvirtuosin begann ihre musikalische Karriere an der Langenfelder Musikschule und studiert nun bei Sabine Meyer in Lübeck. Das Vorprogramm bestreiten Schüler der städtischen Musikschule. Eintritt: 16 und 18 Euro (VVK/AK), für Schüler bis zwölf 9 und 11 Euro. Vorverkauf unter schauplatz.de.

Bei Ulan und Bator (Langenfeld) geht es um die „Zukunst“. Foto: RP/Veranstalter

Musikalisch geht’s in Langenfeld auch am Sonntag weiter. „Liebhaber, Jasmin und Ozeane“ heißt es ab 16.30 Uhr in der Reihe „It’s teatime“ im Flügelsaal des Kulturzentrums, Hauptstraße 133. Anja Bilabel und die Violinistin Sabine Fröhlich kredenzen französische Meistergeschichten mit Musik. Das Publikum erwarten Erzählungen unter anderen von Marguerite Duras, Guy de Maupassant, Victor Hugo und Théophile Gautier. Der Eintritt in den Lauschsalon kostet 10 und 12 Euro (VVK/AK). Karten unter schauplatz.de.

Ebenfalls am Sonntag in Langenfeld: ein großer Modellspielzeugmarkt in der Stadthalle, Hauptstraße 129. Von 11 bis 16 Uhr bieten Händler gebrauchte und neue Modelleisenbahnen, Modellautos, Modellbausätze, Zubehör, Elektronikteile, Ersatzteile, Literatur und altes Blechspielzeug zum Kauf an. Die Palette reicht von einfachen Einsteigermodellen über technisch aufwendige bis zu seltenen, wertvollen Sammlerstücken. Wer selbst noch altes Spielzeug besitzt, kann es mitbringen, um es den Händlern anzubieten. Auch Tausch ist möglich. Der Eintritt kostet 6 Euro für Erwachsene. Für Kinder bis 14 ist der Eintritt in Begleitung eines Erziehungsberechtigten frei.

Der Männerchor Frohsinn Langenfeld-Wiescheid veranstaltet am Sonntag eine Matinee unter dem Motto „Vom Volkslied zum Swing“. Beginn im Sängerheim Gladbach, Jansenbusch 13, ist um 11 Uhr (Einlass: 10.30 Uhr). Mitwirken wird auch das Cobacabana-Ensemble unter der Gesamtleitung von Eugen Momot. Nach der Darbietung gibt es Speisen und Getränke für kleines Geld. Der Eintritt kostet 14 Euro.

MONHEIM Eine Wanderung am Urdenbacher Altrhein bietet im Herbst sowohl bei sonnigem als auch bei neblig-trübem Wetter ein landschaftliches Erlebnis. Die Volkshochschule Monheim veranstaltet am Freitag, 14 bis 17 Uhr, eine Exkursion durch die Aue. Beobachtet werden Früchte an Sträuchern, bereits angelegte Winterknospen der Gehölze und Fruchtkörper holzbewohnender Pilze. Außerdem können nach dem Laubfall gut Misteln entdeckt werden, Halbschmarotzerpflanzen, die sich auf den Pappeln im Lauf der vergangenen Jahrzehnte stark ausgebreitet haben. Treffpunkt für die Exkursion ist der große Wanderparkplatz in Urdenbach, Baumberger Weg/Drängenburger Straße. Die Teilnahme kostet 12 Euro. Anmeldung unter www.vhs.monheim.de, an vhs@monheim.de oder in der VHS-Geschäftsstelle, Tempelhofer Straße 15.

Anja Bilabel öffnet in Langenfeld ihren Lauschsalon. Foto: RP/Friedemann Fey

Im Programm von Jazz in Monheim (JiM) tritt die amerikanische Jazzsängerin Soleil Niklasson in Begleitung des Blue Motion Trios am Freitag, 19 Uhr, in der Marienkapelle, An d’r Kapell 8, auf. Die Musikerin aus Chicago hat laut JiM eine packende Aura und strahlt herzliche Wärme, Soul, Spielfreude und Energie aus. Soleil Niklasson gewann mit Sänger Oscar Brown Jr. einen Emmy und schrieb für den Kinofilm „Lola rennt“ den Titelsong „Love don’t come easy“. Sie stand mit Musikern wie Billy Preston, Rod Stewart oder Stan Getz auf der Bühne. Ihre musikalische Kreativität wurzelt in einem kraftvollen Gemisch aus Jazz, Rhythm and Blues, Soul und Latin. Begleitet wird sie vom Blue Motion Trio mit André Spajic (Schlagzeug), Walfried Böcker (Kontrabass) und Martin Sasse (Piano). Der Eintritt kostet 15 Euro.

„Schwer verrückt!“ heißt das Programm von Markus Maria Profitlich, mit dem er am Freitag, 20 Uhr, im Bürgerhaus Baumberg, Humboldtstraße 8, gastiert. Seit 30 Jahren prägt der Mann mit dem ausdrucksstarken Blick die deutsche Comedy-Szene. Ob im Fernsehen oder auf der Bühne in unzähligen Stadthallen, Comedyclubs und Konzerthäusern, Markus macht Eindruck. Für seine Sat1-Sendung „Mensch Markus“ wurde Profitlich drei Mal mit dem Deutschen Comedypreis ausgezeichnet, war 2008 für dem Grimme-Preis nominiert und zusätzlich bei vielen Gastauftritten in Shows wie „Schillerstraße“, „Pastewka“ oder „Die Wochenshow“ zu sehen.   Sein wirkliches Zuhause aber ist die Bühne. Hier begann er 1988 seine Karriere im Haus der Springmaus in Bonn und tourt seitdem durch die Republik. In „Schwer verrückt!“ entlarvt der Komiker den alltäglichen Irrsinn und gibt wertvolle Tipps im Umgang mit den eigenen Marotten. Tickets für 23 Euro im Vorverkauf gibt’s bei den Kulturwerken im Monheimer Tor, Rathausplatz, oder unter www.monheimer-kulturwerke.de.

Das Concerto Langenfeld mit Dirigent Felix Koltun gibt am Samstag in der Stadthalle ein Sinfoniekonzert zum städtischen Frankreichjahr. Foto: RP/Friedemann Fey

Am Sonntag, 18 Uhr, findet in der Baumberger Friedenskirche, Schellingstraße 13, unter der Überschrift „Trauer und Trost“ das Chor- und Orchesterkonzert der Monheimer Chorsaison 2019 statt. Im ersten Teil sind Komponisten zu hören, die ihre Berühmtheit hauptsächlich dem Film zu verdanken haben. Den Auftakt bildet „Walking Distance“ von Bernard Herrmann. Herrmann komponierte die Musik 1959 für die Mystery-Serie Twilight Zone. Tobias van de Locht und Isabelle Marchewka machten daraus ein Konzert für Harfe und Orchester in sechs Sätzen. Herrmann arbeitete später eng mit Hitchcock zusammen und schuf beispielsweise die Filmmusik zu „Psycho“. Das Ende des ersten Teils bilden drei Motetten für Chor und Orchester von Miklós Rózsa. Der ungarisch-amerikanische Komponist verarbeitet darin Themen aus den Musiken für seine Filme „Ben Hur“ und „König der Könige“. Als Hauptwerk des Abends erklingt das Requiem op. 75 für Solosopran, Chor und Orchester des Düsseldorfer Komponisten Tobias van de Locht. Er schrieb das Werk für „ConCanto“, den Konzertchor der Monheimer Chorsaison. Mit dem Leiter des Chores und Monheimer Kirchenmusiker Matthias Standfest verbindet ihn eine langjährige Zusammenarbeit und Freundschaft. Vor etwa einem Jahr entstand der Plan, eine komplette lateinische Totenmesse in der Abfolge des traditionellen Messformulars der katholischen Kirche zu vertonen. Herausgekommen ist ein farbiges Musikwerk, voller überraschender Ideen und Klängen, die bei aller Eigenständigkeit der Tonsprache in der Tonalität wurzeln. Dass Tobias van de Locht Musik für Kino, Fernsehen und Theater komponiert, hört man seinem Requiem an, dazu ist der Einfluss englischer Komponisten wie Malcolm Arnold, dessen Assistent Tobias van de Locht war, deutlich spürbar. Die Mitwirkenden des Abends sind Stefanie Kunschke (Sopran), Isabelle Marchewka (Harfe), das Kammerorchester „Rheinbogen“ und ConCanto Monheim. Die Leitung hat Matthias Standfest. Der Eintritt kostet 15 Euro. Für Jugendliche ist der Eintritt frei. Kartenvorverkauf: Bücherstube Rossbach, Alte Schulstraße; Ev. Gemeindebüro, Friedenauer Str. 17, anfrage@ekmonheim.de, Telefon 02173 2757600; Pfarrbüro der Friedenskirche, Schellingstraße 13.

HILDEN Zum zehnten Mal steigt am Samstag, 9. November, ab 18 Uhr, die Hildener Kneipentour. In dutzenden Kneipen und Bars treten regional bekannte Bands auf und servieren den Zuschauern Oldies, Rockmusik, Schlager, Funk, Soul, Rock‘n’Roll oder Popmusik und Irish Folk. Die Organisatoren rechnen mit rund 3000 Gästen, die theoretisch 24 Konzerte im gesamten Stadtgebiet besuchen können. Die Tickets kosten 13 Euro an der Abendkasse und sind an allen Locations erhältlich. Shuttle-Busse, in denen ebenfalls Bands spielen, verbinden außerhalb liegende Auftrittsorte mit der Innenstadt, die wie in den Jahren zuvor Hotspot der Kneipentour ist. Das Programm und die tielnehmenden Kneipen gibt es fein säuberlich aufgelistet unter www.livemusik-kneipentour.de im Netz.

Christine Westermann macht auf ihrer Lesereise mit ihrem neuen Buch „ Manchmal ist es federleicht“ in Ratingen Station. Foto: Fischer, Armin (arfi)

HAAN Über die Grenzen von Gruiten und Haan hinaus bekannt ist der traditionelle Martinimarkt. Die Freie Waldorfschule verwandelt sich am Samstag, 9. November, in einen lebendigen, bunten Markt, der zum Kauf von Geschenken, schönen Dingen und zum Essen und Beisammensein einlädt. Es gibt Bienenwachstücher zur nachhaltigen Lagerung von Lebensmitteln, Allerlei aus Stoff und Filz, handgesiedeten Bio-Seifen, von Schülern gezogene Bienenwachskerzen, selbst gemachte Marmeladen, Senf und Öle und natürlich Gebäck aus heimischen Backstuben. Der Martinimarkt beginnt um 11 Uhr (bis 18 Uhr). Die Schulgemeinschaft bietet ein vielfältiges Programm.

RATINGEN „Manchmal ist es federleicht – Von kleinen und großen Abschieden“ heißt das neue Buch der ehemaligen „Zimmer frei“-Moderatorin Chrstine Westermann, aus dem sie am Freitag, 8. November, ab 20 Uhr im Stadttheater am Europaring liest. Das Thema Abschied begleitet uns ein Leben lang. Für Westermann war es, wie für viele Menschen, von klein auf angstbesetzt. Erst jetzt, in einem Alter, in dem das Abschiednehmen zu einer häufig geübten Praxis wird, gelingt ihr ein offener, zugewandter Blick darauf. Mit unnachahmlichem Charme und Witz erzählt sie, wie es dazu gekommen ist. Tickets kosten 18 Euro.

Die amerikanische Jazzerin Soleil Niklasson singt am Freitag in der Monheimer Marienkapelle. Foto: RP/Veranstalter

METTMANN Beim Markt der Kulturen bieten 22 Aussteller ab Freitag Wohnaccessoires, Kunsthandwerk, Kleidung und kulinarische Spezialitäten aus vieler Herren Länder im Neanderthal-Museum an der Talstraße 300 an. Alle Aussteller achten auf die faire Produktion ihrer Waren. „Schöne Beute“ aus Marokko stellt Annette Linzbach an. Aus Mexiko bringt Luna Viva handbestickte Kleidung und Upcycling-Taschen mit. Wer orientalische Olivenholz-Produkte oder Seife aus Aleppo erstehen möchte, wird etwas bei NOR Kunst und Handwerk entdecken. Im Foyer des Museums werden Kaffee und kleine Köstlichkeiten gereicht. Gestöbert werden kann am Freitag, 8. November, von 15 bis 18 Uhr, am Samstag und Sonntag, 9./10. November, von 10 bis 18 Uhr. Der Eintritt kostet drei Euro, Kinder frei.

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