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Breitscheid: Kreis lehnt Mülldeponie-Pläne für Breitscheid ab

Breitscheid : Kreis lehnt Mülldeponie-Pläne für Breitscheid ab

Mit Wut waren über 100 Breitscheider ins katholische Gemeindezentrum am Ehrkamper Bruch gekommen. Die Bürgerschaft sowie die Fraktionen von CDU, SPD und FDP hatten eingeladen, damit sich die Anlieger aus erster Hand über die Erweiterung der Mülldeponie aus dem Nelskamp-Gelände direkt zwischen Waldseesiedlung und A 52 informieren konnten.

Der Bedarf war enorm, viele hatten Blätter mit Fragen vorbereitet, die sie den Verantwortlichen von Kreis und Stadt stellen wollten.

Dabei brachten sowohl Georg Görtz, Leiter des Kreisplanungsamtes, als auch Reinhard Engmann, der Chef des Kreisumweltamtes es auf den Punkt: "Sowohl der Kreis als auch die Stadt lehnen eine Nutzung des Bereichs als neue Deponie ab."

Doch dass das keine Entwarnung für die Umwelt und die Anlieger bedeutet, machten beide immer wieder klar: "Letztlich entscheidet aber die Bezirksregierung darüber, ob der Antrag gestattet wird." Wie diese aber entscheiden wird, ist offen.

Obwohl aus Sicht der Verantwortlichen von Kreis und Stadt fast alles dagegen spricht, dass der Bereich als Deponie genutzt wird. Zwar sieht der noch gültige Regionalplan für diesen Bereich durchaus eine weitere Deponie vor, doch das entspricht heute nicht mehr dem korrekten Stand. "Es ist also kein Wunder, dass der Betreiber jetzt überlegt, dort eine Privatdeponie zu errichten. Im Juni 2014 soll nämlich das Verfahren für einen neuen Regionalplan beginnen. Und der würde dort wahrscheinlich keine Deponie mehr vorsehen", sagt Görtz, der auch darauf verwies, dass der Bereich Landschaftsschutzgebiet ist.

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Doch es gibt noch andere Gründe, mit denen die Verantwortlichen den Bürgern Mut machen konnten, dass die Deponie dort nicht entstehen könnte: Denn die vorgeschriebenen Abstände von mindestens 300 Metern zur nächsten Wohnbebauung würden in diesem Fall klar unterschritten, im geringsten Fall lägen gerade einmal 100 Meter zwischen den Häusern an der Grenze zwischen Lintorf und Breitscheid. "Es ist unvermeidlich, dass es dann zu Belästigungen kommt", waren sich die Experten einig.

(wol)