Hösel : Bank in Hösel schließt nach Automaten-Sprengung

Kunden werden in Lintorf und Mitte aufgenommen.

Die Verunsicherung bei Anwohnern war groß. Mitte Juni wurde die Filiale der Commerzbank auf der Eggerscheidter Straße durch die Sprengung eines Geldautomaten fast völlig zerstört. Das Gebäude, in dem es auch Wohnungen gibt, wurde beschädigt. Es handelte sich dabei um die zweite Sprengung innerhalb weniger Jahre. Nun zieht die Commerzbank die Konsequenzen. „Wir haben uns schweren Herzens entschlossen, die Filiale Hösel zu schließen. Damit ist die Zeit der Unsicherheit für Kunden und Mitarbeiter nach der Sprengung vorbei“, betonte Marktbereichsleiterin Nicole Niehaus.

Die Kunden der Filiale werden je nach Wunsch von den Filialen Lintorf und Ratingen Mitte aufgenommen. Sie werden dort auf vertraute Bankberater treffen, hieß es. „Wir werden alles tun, damit sich unsere Kunden aus Hösel in unseren Filialen Lintorf und Ratingen Mitte wohlfühlen“, erklärte Niehaus.

Mitte Juni hatten Unbekannte den Automaten mitten in der Nacht in Hösel gesprengt. Als Zeugen nach der Ursache für den Knall forschten, bemerkten sie nicht nur Fenster- und Fassadenteile des Wohn- und Geschäftshauses mit der Nummer 4 bis 6, die teilweise 20 Meter weit und bis auf die gegenüberliegende Straßenseite geschleudert worden waren. Sie sahen auch zwei männliche Tatverdächtige, die die Bankfiliale im Erdgeschoss fluchtartig verließen und in einen Wagen stiegen, in dem ein Mittäter wartete.

Bei dem Fluchtfahrzeug soll es sich nach Angaben der Zeugen um einen dunklen Audi Kombi gehandelt haben, der mit hoher Geschwindigkeit in Richtung Allscheidt und Autobahn A3 fuhr. Die Polizei setzte bei der Fahndung einen Hubschrauber ein.

Zuletzt hatte es zwei Automaten-Delikte innerhalb einer Nacht gegeben – in Breitscheid und in Ratingen West (die RP berichtete).