Kerstin Griese trifft Katarina Barley

Ratingen : Kerstin Griese trifft Katarina Barley

Die SPD-Spitzenkandidatin für die Europawahl spricht über Brexit und Mindestlohn.

(RP) Brexit, Mindestlohn, Artikel 13, Erasmus, Seenotrettung und der Rechtspopulismus waren einige der Themen bei „Kerstin Griese trifft … Katarina Barley“ im Freizeithaus West. Fast 150 Bürger waren gekommen, um die Justizministerin und Europäerin zu hören und zu sehen.

„Ich bin nicht zufällig SPD-Spitzenkandidatin für die Europawahl“, erzählte Barley, die eine deutsche Mutter und einen britischen Vater hat. Das EU-Austauschprogramm Erasmus war gerade mal ein Jahr alt, als die damalige Jura-Studentin mit dessen Unterstützung nach Paris ging, um dort ein Auslandssemester zu verbringen. Dabei hat sie ihren Mann kennengelernt, der die spanische und niederländische Staatsangehörigkeit hat. Ihre Kinder sind Deutsche und Spanier.

Kerstin Grieses erste Frage lautete, wie die Europäerin Barley als gebürtige Britin den Brexit sieht. „Mich schmerzt das jeden Tag“, beklagt sie die Nachrichten aus Großbritannien. Ihr Vater komme aus der Grafschaft mit der höchsten Zustimmung zum Brexit. Katarina Barley fände ein zweites Referendum richtig, weil die Briten bei der ersten Abstimmung noch gar nicht hätten wissen können, wie ein Brexit konkret aussieht.

Griese und Barley waren sich einig, dass Europa sozialer werden muss und plädierten deshalb für einen europäischen Mindestlohn. „Der ist nicht europaweit gleich, sondern soll 60 Prozent des jeweiligen Durchschnittseinkommens betragen“, erläuterte Sozialstaatssekretärin Kerstin Griese.

Der Artikel 13, der jetzt Artikel 17 heißt, solle laut Barley dafür sorgen, dass Plattformen wie YouTube den Urheberrechtsschutz einhalten Sie findet das grundsätzlich richtig, teilt aber die Befürchtungen hinsichtlich der Uploadfilter, die sie ablehnt.

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