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Kerstin Griese (SPD) kandidiert für den Bundestag

Ratingen : „Nicht nur wollen – machen“

Die Ratinger SPD-Bundestagsabgeordnete und Staatssekretärin für Arbeit und Soziales Kerstin Griese rüstet sich für den Wahlkampf. Der Ausgang sei so offen wie nie, so die Ratingerin.

„Nicht nur wollen – machen.“ Diesen Satz hat sich die SPD-Bundestagsabgeordnete für Ratingen und Niederberg für den Wahlkampf auf die Fahne geschrieben. Griese ist seit vielen Jahren in der Region verankert und startet von Listenplatz vier. Eigentlich gute Voraussetzungen. Doch in Sicherheit wiegen will sich Griese nicht. „Bei dieser Wahl ist alles möglich“, fürchtet sie. Der Ausgang sei so offen wie nie. Deshalb will sie richtig Gas geben.

„Ein gutes Erststimmenergebnis erzielen“, das hat sie sich vorgenommen. „Gerne mit einer Zwei vorne.“ Noch immer bestimmt die Pandemie den Alltag. Der Wahlkampf macht da keine Ausnahme. Griese will Menschen treffen, sich aus erster Hand von ihren Sorgen berichten lassen. Also plant das Team um die Abgeordnete zahlreiche Open-Air-Veranstaltungen. „Ich freue mich auf die Begegnungen“, so die Ratingerin. Die Bürger haben viel auf dem Herzen. „Pflege, Rente, Kitaplätze – das bewegt die Menschen im Kreis“, weiß Griese, Corona und die Existenzsorgen der Arbeitgeber und Arbeitnehmer und ganz aktuell die Auswirkungen des Starkregens, der Velbert-Langenberg geflutet hat.

  • SPD-MdB Kerstin Griese bei der Vorstellung
    Bundestagskandidatin Kerstin Griese (SPD) : „Nicht nur wollen – machen“
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  • Die Photovoltaikanlage der Bürgerenergie-Ratingen eG auf
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Grieses Steckenpferd ist das Soziale, das Miteinander. Ihr Schlagwort für den Wahlkampf: „Respekt.“ Sie will für einen respektvollen Umgang in der Gesellschaft eintreten, eine gerechte Sozial- und Arbeitsmarktpolitik vorantreiben, das Recht auf Aus- und Weiterbildung, ein Rentensystem, das Sicherheit schafft, zwölf Euro Mindestlohn und eine Kindergrundsicherung. Vor allem aber soll Arbeit wieder wertgeschätzt werden.

Mit ihrer Tätigkeit in Berlin schafft Griese den Rahmen für eine Gesellschaft, die ihren Idealvorstellungen nahe kommt. „Ich habe in der letzten Legislaturperiode so viele Gesetze verhandelt wie noch nie“, sagt sie. „Wir erarbeiten beim Bund gute Perspektiven, die auch den Menschen vor Ort zugutekommen.“ Besonders stolz ist Griese auf die Grundrente. „Gut für Frauen, für das Rentenniveau“, findet sie.

Auch das Thema Klimaschutz steht auf ihrer Agenda. Ihr Ziel: „Die Klimakatastrophe verhindern und einen wirksamen Klimaschutz in einer modernen Wirtschaft. Klimaschutz soll viele gute Arbeitsplätze mit sich bringen und auch für Menschen mit geringem Einkommen machbar sein. Jeder soll sich beteiligen können.“ Die Strompreise sollen also bezahlbar bleiben, und auch eine Verkehrswende müsse sozial gerecht gestaltet werden.

Trotzdem schiebt Griese auch Projekte vor Ort mit an. So erhalten Ratingen, Velbert und Wülfrath mehrere Millionen aus dem Städtebauförderprogramm des Landes Nordrhein-Westfalen für Innenstadtprojekte, Sportstätten oder die Sanierung des Stadttheaters.

Und wenn sie es schafft, wieder in den Bundestag einzuziehen? Die SPD allein wird nicht regierungsfähig sein, das weiß Griese. „Ich könnte mir eine Ampelkoalition vorstellen.“ Die große Koalition soll, wenn es nach der Abgeordneten geht, im September aber endgültig Geschichte sein. „Ich erwarte einen intensiven Wahlkampf.“