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Kant-Gymnasiasten Heiligenhaus forschen lebensnah

Alle erfolgreich : Kant-Gymnasiasten forschen lebensnah

Beim Regionalwettbewerb „Jugend forscht“ waren alle fünf Projektgruppen des Immanuel-Kant-Gymnasiums erfolgreich.

Zwei dritte Preise, zwei zweite Preise, sowie den ersten Preis mit der Qualifizierung für den Landeswettbewerb, dazu zwei Sonderpreise und obendrauf noch den Schulpreis mit einer Dotierung von 1000 Euro – das Heiligenhauser Immanuel-Kant-Gymnasiums hat beim Regionalwettbewerb von „Jugend forscht“ – wieder einmal – mit vielversprechender Nachwuchsforschung von sich reden gemacht. In diesem Jahr wurden alle eingereichten Projekte auch prämiert, sie alle drehen sich um lebensnahe Themenstellungen.

Elisa und Tim (7d) feierten mit ihrem Projekt „(K)eine Schaumparty im Kochtopf“ und gingen der Frage nach, warum Milch im Kochtopf überkocht und was man dagegen tun kann. Die Idee sei bei Tims Mutter aufgekommen, als es um das abendliche Milchreis-Kochen ging. Die beiden Nachwuchsforscher experimentierten dann, ob beispielsweise Murmeln oder ein Pfannenwender das Überkochen der Milch reduzieren. Ihr Ergebnis: Der Holzlöffel sei das beste Mittel gegen das Überkochen. „Seitdem habe ich zuhause das Kochen der Milch übernommen“, berichtet Elisa. Ihre Forschung stellten sie nach Meinung der Jury sehr schön grafisch und wissenschaftlich dar: Sie errangen Platz 1 im Fachbereich Physik und damit die Qualifikation für den Landeswettbewerb am 8 und 9. Mai in Essen.

Annika und Jelena (Q2-Stufe) spürten in ihren Forschungen auf Molekularebene dem Zusatzstoff „Carrageen“ hinterher. Sie fragten „Vegan – Den Algen sei Dank: Doch ist der Zusatzstoff tatsächlich unbedenklich?“ Dazu machten sie zum Beispiel die Fehling-Probe und mit Unterstützung der Uni Düsseldorf eine MALDI-TOF-Massenspektrometrie. Zu einem eindeutigem Ergebnis sind die beiden, die nach dem Abitur in die Naturwissenschaften wollen, bisher aber noch nicht gekommen. Mit ihrem Platz 2 im Fachbereich Chemie haben sie aber auch beide ein zweiwöchiges Praktikum bei ThyssenKrupp gewonnen, das den Wettbewerb ausgerichtet hat. Dort wollen sie weiter forschen.

Aus dem Schulalltag haben Jonah und Emil (8b) ihre Idee zu einem Roboter für das Tafel wischen. Das funktioniere in ihrer Klasse nicht immer gut, das nerve vor allem die Lehrer. Deswegen haben sie in ihrem Projekt „Blitzschnell blitzblank“ einen Prototyp mit drei Motoren entwickelt, der mit möglichst geringem Aufwand, günstigen Materialien und platzsparend den Tafeldienst übernehmen soll. Das Duo sieht aber noch Verbesserungsmöglichkeiten, so dass sie auch nach dem diesjährigen Gewinn des Platz 2 im Fachbereich Arbeitswelt nächstes Jahr noch einmal teilnehmen wollen.

„BROTaler Schimmel“ hat in den letzten Monaten Paula und Aleyna (8d) beschäftigt: In vier verschiedenen Testreihen setzten sie immer wieder Toastbrot der Gefahr von insgesamt 250.000 möglichen, bekannten Schimmelsorten aus. Ihr Fazit: „Am besten hält Brot bei Tageslicht und in der Orginalverpackung aufbewahrt. Und wenn möglich nur mit Handschuhen hinein fassen.“ Ihr Lohn für den Blick auf „sehr viel Schimmel“: Platz 3 im Fachbereich Biologie.

Eine Zukunftsperspektive für Kaffeesatz haben Ramon und Kevin (7a) in ihrem Projekt „Kaffe to go²“ entwickelt: Sie stellten daraus durch verschiedene Rezepturen Kaffeebecher her und wollen ihre Forschung bis zum nächsten Jahr ebenfalls weiter entwickeln. Mit ihrer Idee landeten sie im Fachbereich Chemie auf Platz 3 und erhielten den Sonderpreis „Reset Plastic“.