Heiligenhaus/Essen Kanalbau bringt nahe der Stadtgrenze Sperrungen mit sich

Heiligenhaus/Essen · Kanalarbeiten des Ruhrverbands nahe der Stadtgrenze zu Heiligenhaus im Essener Süden werden von der kommenden Woche an Auswirkungen zeigen.

 Abwassertechnisch hat die Kläranlage Abtsküche bald ausgedient. Der nötige Kanalbau für die neue Lösung beginnt nächste Woche.

Abwassertechnisch hat die Kläranlage Abtsküche bald ausgedient. Der nötige Kanalbau für die neue Lösung beginnt nächste Woche.

Foto: Ulrich Bangert/Bangert

(RP/köh) Ab Montag, 17. Oktober, ist die L442 (Werdener Straße/Laupendahler Landstraße) auf einem kurzen Abschnitt zwischen Charlottenburgstraße und In der Borbeck voll gesperrt. Der Ruhrverband baut, wie berichtet, im Bereich „Haus Oefte“ einen neuen Kanal, der die Kläranlage Abtsküche in Heiligenhaus mit der Kläranlage Essen-Kettwig verbinden wird. Zusätzlich wird dort die Fahrbahn erneuert. Deshalb ist die L442 voraussichtlich bis Mitte März 2023 für den motorisierten und den Fuß- und Radverkehr im Bereich der Baustelle in beide Fahrtrichtungen gesperrt. Die Zufahrt bis „Haus Oefte“ bleibt aus Richtung Essen-Kettwig möglich, „Mühlenbergshof“ ist aus Richtung Essen-Werden erreichbar. Eine Umleitung für den Durchgangsverkehr führt über die am gegenüberliegenden Ruhrufer verlaufende L242 (Ruhrtalstraße).

Die gute Nachricht für Heiligenhaus: Groß angelegte, längerfristige Baustellen sind für den neuen Kanal auf Heiligenhauser Stadtgebiet nicht nötig. Parallel zum Ruhrverband arbeitet der Bergisch Rheinische Wasserverband an einem weiteren Projekt: Ökologischer Umbau des Abtskücher Teichs. Der wiederum ist Bestandteil der alten Kläranlage. Die BRW-Arbeiten laufen aber von Abschaltung und neuem Kanalbau unabhängig.

 Hintergrund: Der Ruhrverband strukturiert die Abwasserbeseitigung in Heiligenhaus und Essen in Teilen um. Die Anlage Abtsküche ist zu klein. Die Kläranlage Essen-Kettwig wurde in ihrem jetzigen Ausbauzustand 2002 in Betrieb genommen. Sie ist für rund 100.000 Einwohnerwerte ausgelegt und reinigt bisher das Abwasser aus den Essener Stadtteilen Kettwig und Werden sowie aus einem Teil des Stadtgebiets von Heiligenhaus. Da sich das Einzugsgebiet anders entwickelt hat als in den Planungen vor über 20 Jahren prognostiziert, ist die Kläranlage mit den aktuellen Zulauffrachten nicht ausgelastet und kann das zusätzliche Abwasser aus der Kläranlage Abtsküche problemlos aufnehmen, so die Erklärung des Ruhrverbands.

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