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Kreis Mettmann: Junge Talente auf höchstem Niveau

Kreis Mettmann : Junge Talente auf höchstem Niveau

Beim Regionalwettbewerb "Jugend musiziert" zeigten die Schüler aller Altersklassen beeindruckende Leistungen.

Von Freitag bis Sonntag traten Musikschüler im Alter von sieben bis 20 aus dem Kreis Mettmann in Langenfelds Stadthalle und Kulturzentrum zum Wettbewerb an. Bei den Jüngsten beeindruckten vor allem der große Ernst und die Konzentration, während die älteren oft erstaunlich reife Interpretationen boten.

Alexander Brinkschulte (Velbert) gehörte zur jüngsten Altersgruppe (IA). Er spielte seine Klarinette sauber, sicher und sanglich. Eric Otten (Klarinette) und Alexander Brzoska (Klavier), beide aus Heiligenhaus, gehörten ebenfalls zur jüngsten Altersgruppe (IA). Beide waren gut aufeinander eingespielt; Eric Otten trug seine Stücke mit hoher Konzentration vor; Alexander Brzoska begleitete ihn dabei einfühlsam, aufmerksam und sehr souverän.

Viktoria Heuermann (Querflöte) aus Ratingen, Altersgruppe IB, und Hanna Viola Niederdeppe (Klavier) aus Heiligenhaus, Altersgruppe IA, zeigten beide eine bemerkenswerte Beherrschung ihres Instruments. Ihr Zusammenspiel war gut abgestimmt. Das Präludium von Balis Dvarionas (1904-1972) trugen sie mit viel Witz vor, im Stil eines Scherzo. Trotz ihres zarten Alters ließen beide bereits eine eigene Interpretation der Stücke erkennen.

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Nikan Tewes (Ratingen), ebenfalls Altersgruppe IB, spielte seine Querflöte pointiert, sicher und tänzerisch, mit dynamischen Facetten und sauberen Verzierungen. Vincent Penkert (Monheim) aus der Altersgruppe IB blies den Blues auf seinem Alt-Saxophon kräftig und zupackend. Tim Toska (Monheim) aus der Altersgruppe III begleitete ihn dabei souverän und bewusst zurückhaltend. Das Solo-Stück für Saxophon war gut rhythmisiert; beide beherrschen eine große Bandbreite an Stilen, vom emotionalen Blues über den pointierten Tango bis zum strengen Barock. Stella Zoe Mussinger (Ratingen) und Linda Stamm (Heiligenhaus) zeigten in Altersgruppe II am Klavier die klassische Schönheit des Andante aus Mozarts Sonate Nr. 3 (KV381). Hier stellten sie das Ebenmaß in den Proportionen im Ton und im Gestus ganz in den Mittelpunkt. Das hatte Eleganz und Stil. Mit Gawrilins (1939-1999) "Sketches" stellten sie sich auch der Moderne und überzeugten durch ihr pointiertes, kraftvolles Spiel, bei dem sie hervorragend harmonierten. Vor dem Auftritt spielten sich viele der jungen Musiker noch einmal vor Ort ein. Wer Gelegenheit hatte, diese Proben zu hören und sie mit dem anschließenden Vorspiel zu vergleichen, der mochte hier und da ermessen, wie viel Druck auf den Jugendlichen lastete. Einige Juroren versuchten, gerade den Jüngsten etwas von ihrer Aufregung zu nehmen, und in vielen Fällen gelang dies auch. Jedem Teilnehmer war ein wohlwollender Applaus sicher.

(RP)