Junge Künstlerinnen begeistern beim Poetry-Konzert in Hösel

Ratingen : Junge Künstlerinnen begeistern beim Poetry-Konzert in Hösel

Hösel (RP) 130 Besucher zwischen neun und 90 Jahren waren begeistert von einem poetisch musikalischen Feuerwerk, das die Poetrykünstlerin Sarah Marie Tönges und die Sängerin Anna Freudewald beim Kulturkreis Hösel im Haus Oberschlesien zündeten.

Zuerst war ein weißes leeres Blatt, mit dem Sarah in einen Dialog eintrat und dem sie so viel Potenzial zusprach. Diesem weißen Blatt vertraute Sarah wunderschöne Verse und Gedanken an, die sie mit warmer und sanfter Stimme, von ruhigen Gesten unterstrichen, vortrug. Im Saal konnte man eine Stecknadel fallen hören. In diese Stille hinein intonierte Anna Freudewald auf dem Flügel Klänge, die sie mit ihrer wunderschönen, mal hellen, mal rauen Stimme fortführte und den Versen ihrer kongenialen Partnerin zuordnete. So sang Anna Freudewald das Lied von „Hey“ von Andreas Bourani zu dem Gedicht über das Scheitern von Sarah Tönges, also die Antwort „Aufstehen“ auf das Scheitern.

Heiligenhaus nannte Sarah Tönges ihren Heimathafen, den sie immer wieder ansteuert. De Liebe zu ihrer Heimatstadt klingt bei Sarah Tönges so:

Ist sie es, von der mein Herz erzählt

Also steig ich aus in Düsseldorf

 in die S6 rein und in Hösel raus

In den Bus hinein und zurück nach Haus

Endlich zurück nach Heiligenhaus

Und komm ich an

Ist alles immer wie immer

Erst die Ilp dann die Höselerstraße entlang

Vorbei an der Selbeck und dem Heljensbad

Schön dass man sich darauf verlassen kann

Dass die Strecken so verlaufen

Wie bereits vor zwanzig Jahr`n

Und wenn ich dann in meine alte Straße fahr

Sind die gleichen Häuser noch immer da

Die gelbe Tonne pünktlich vorgefahr‘n

Vor den Häusern die Nachbarn

Sie sprechen bestimmt immer noch

Über die neue Autobahn

Es ist alles wie immer

Und irgendwie schön

Genau das was ich brauche

Wenn Gedanken durchdreh’n.

Zu diesen Worten passte genau das Lied von Adele „Hometown Glory“, das Anna Freudewald mit einer Stimme sang, die an Adele erinnerte. Ergreifend waren auch die tiefgründigen Gedanken der beiden Zwanzigjährigen zu Fragen des Glaubens, der Liebe und der Hoffnung. Beide bekannten sich zu ihrem christlichen Glauben, in dem Gott den Menschen mit all seinen Schwächen und Stärken annimmt. Aus diesem Glauben schöpfen Sara und Anna Kraft und wohl auch ihre enorme Kreativität und künstlerische Begabung.

Lang anhaltender herzlicher Beifall verabschiedete die beiden jungen Künstlerinnen nach zwei Stunden in die Arme ihrer Familien, Freunde und einer beachtlichen Zahl von Fans, die nach dem Auftritt in Hösel noch größer geworden sein dürfte. Der Kulturkreis Hösel hat mit der Veranstaltung die Besucher Generationen übergreifend angesprochen. So sah es auch der Kulturdezernent der Stadt Ratingen Harald Filip.

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