Heiligenhauser Pfarrkarneval: Jecke feiern 25 Jahre Männerballett

Heiligenhauser Pfarrkarneval: Jecke feiern 25 Jahre Männerballett

Die Proben für den großen Auftritt haben im Pfarrheim St. Ludgerus längst begonnen.

Wer steht wo? Mit welchem Fuß wird begonnen? Und mit welchem Lied geht es nochmal los? …. Da wird auch schon eingezählt – und los geht’s! Die bekannte Anmut, Grazie und Eleganz des Männerballetts der katholischen Gemeinde ist in dieser Probe zwar bereits zu erahnen, aber trotzdem muss noch an so manchen Schrittfolgen gearbeitet werden.

„Aber wir bekommen das hin“, weiß Trainern Claudia Thanscheidt sicher. Bis Samstag, 16. Februar, muss jedenfalls alles sitzen, dann lädt die kleine Tanzkompanie wieder zum heiß begehrten Pfarrkarneval in den Ludgerustreff und sorgt für gut gefüllte Sitzreihen. Für ihren Auftritt proben zum Beispiel auch schon die Messdiener ihre erfahrungsgemäß pointierten Sketche, die sich gerne um das Gemeindeleben drehen. Das Motto wird dabei immer vom Männerballett ausgesucht, in diesem Jahr: „Flower Power und Helau“, kündigt Jürgen Tippegei an. Dazu werden dann auch wieder die Kostüme passen, die bereits kunterbunt parat liegen, aber natürlich noch gezeigt werden. Die gehören nämlich immer zu den besonderen Glanzlichtern. 2013 zum Beispiel kamen sie in quietschgelben und vor allem: hautengen Kostümen auf die Bühne und sangen Nana Mouskouris „Guten Morgen, Sonnenschein.“ Das sorgte, so erinnern sich die Tänzer, nicht bei jedem Gemeindemitglied für strahlende Gesichter.

  • Heiligenhaus : Berufungsverhandlung wegen sexueller Nötigung

Der Karneval jedoch ist fest im Gemeindeleben verankert. Aktuell sind fünf Tänzer im Probenmodus, zwei weitere gehören eigentlich noch dazu. Aber einer von ihnen setzt als frisch gebackener Vater in diesem Jahr aus, der andere muss verletzungsbedingt auf der Bank Platz nehmen. Passenderweise ist genau zur richtigen Zeit Nachwuchstänzer Fabian zur Gruppe dazu gestoßen. Und damit ist die Mitgliederzahl der karnevalistischen Tanzkompanie wieder im Aufwind. Vor zwei Jahren waren sie noch zu viert.

Angefangen hat die ganz besondere Tanztruppe vor genau 25 Jahren. Damals mit einem echten Ballettstück: „Ganz klassisch war das Schwanensee“, wie sich Jürgen Tippegei mit einem Schmunzeln in den Augen erinnert. Bis auf eine Ausnahme war er seitdem bei jedem Auftritt des Männerballetts dabei und erinnert sich nicht nur an viele tolle Auftritte, sondern auch an die vielen Stunden Probenarbeit. André Saar kam in dem Jahr dazu, als Shakira mit „Waka Waka“ die Fußballweltmeisterschaft in Südafrika anfeuerte. Er findet: „Es macht einfach tierischen Spaß.“ „Ballett ist es ja eigentlich gar nicht mehr, sondern mehr Showtanz“, findet Anika Thanscheidt. Ihrer Mutter Claudia trainiert die Tanzgarde seit einiger Zeit. „In diesem Jahr bin ich aber verletzt, da kann ich einfach die Tanzschritte nicht vortanzen, das übernimmt jetzt meine Tochter.“ Und der Trainer-Nachwuchs bringt gleich noch karnevalistische Expertise mit, Anika tanzt nicht nur seit Kindertagen, sondern auch bei der Velbert „KG Urgemütlich“. Und das Mutter-Tochter-Gespann attestiert dem Quintett durchaus Talent: „Sie schlagen sich gut“, sagt Claudia Thanscheidt.

Mehr von RP ONLINE