Isenbügel: Grunschulprojekt um Plastikmüll in den Meeren

Heiligenhaus : Schüler lernen die Welt der Haie kennen

Der Verein „Sharkproject“ sorgt für den Auftakt zu einer Projektwoche rund um das Thema Müll und Meere.

Logisch, der zwei Meter lange Plastikhai im Klassenraum der Isenbügeler Viertklässler hat einen Namen: Er heißt „Haidi“. Den kleinen Wortwitz haben sich die Mitarbeiter des Vereins „Sharkproject“ ausgedacht, die gestern an der Pestalozzistraße zu Gast waren. Allerdings ausdrücklich nicht, um Späßchen zu machen. Sondern um den Kindern ein Kapitel Artenschutz näherzubringen. Das wiederum passt bestens als Auftakt zu einer Projektwoche, die sich in diesem Monat ganz um das Thema Plastikmüll in den Weltmeeren und dessen Vermeidung kümmert.

„Was tun gegen die Plastikflut in den Weltmeeren?“ Dieser Frage geht Projekt-Mitarbeiterin Steffi Schmitz gemeinsam mit den Viertklässlern in zwei Schulstunden nach. Parallel zu ihrem Beruf tourt die Regionalbeauftragte des Vereins durch ganz NRW, der Verein hat Programme für Schulen entwickelt. Urlaub und Freizeit einzusetzen, gehört zum Konzept. „Denn die kommende Generation ist die letzte, die den richtigen Weg zum nachhaltigen Umgang mit den Ozeanen und ihren Haien gehen kann“, heißt es in der Selbstdarstellung des Sharkprojets im internet. Dazu der einprägsame Satz: „Ausgestorben ist für immer.“

„Die Schüler sind alle schon ziemlich angespitzt“, weiß Sachkundelehrerin Kathrin Schuster. Warum das so ist, erklärt Viertklässler Emir kurz und präzise: „Mit Müll kenne ich mich aus, mit Haien nicht. Müll im Meer tötet Haie.“ Entsprechend gespannt hört er zu, wie die ganze Gruppe. erfährt davon, dass es Haie schon seit 400 Millionen Jahren gibt, rund 500 Arten und dass dem Weißen Hai binnen der nächsten 15 Jahre die Ausrottung droht. Für Staunen sorgt, was Forscher bereits in den Mägen der Meerestiere fanden: Autokennzeichen und -reifen zum Beispiel. eine Frage steht für die Schüler immer obenan. „Wir wollen wissen, wie man Haie schützen kann.“ Und ein wichtiges Stück Vorabwissen bringen sie mit: „Haie sind keine Menschenfresser.“

Auf die Shark Project-Idee kam Schulleiterin Manon Hoch, selbst passionierte Taucherin, bei einem beisch der Messe „boot“. für die Projektwoche wurde der Rahemn aber noch wesentlich weiter gesteckt. „Vermüllung der Meere durch Plastik“ ist das Leitthema. In der nächsten woche wird eine Aktoion mit dem Müllkünstler Piero Gradino folgen. Am Ende dieses Teils soll eine große Installation auf dem Schulhof stehen, gemacht aus Plastikmüll. das soll, so Hoch, unter anderem auch ein Gefühl dafür vermitteln, welche schiere Menge Plastikmüll an einem ganz gewöhnlich n Tag in einer einzelnen Familie anfallen kann.

Am Freitag, 14. Juni, ist das Ökologische Musiktheater zu Gast in der Schule. Mitbringen wird es das Stück „Motte will Meer“. Und am 19. Juni schließlich gibt es einen Gottesdienst zum Thema. Schüler schreiben Wünsche für die Zukunft auf und hängen sie an den „Hoffnungsbaum“ auf dem Schulhof.

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