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Ratingen: Investor ändert Pläne für Büro-Neubau

Ratingen : Investor ändert Pläne für Büro-Neubau

Die DKV Euro Service GmbH kommt den Anwohnern entgegen. Bürgermeister erteilt Bauvorbescheid.

Ost Für das geplante Erweiterungsgebäude für die DKV Euro Service GmbH an der Balcke-Dürr-Allee in Ratingen-Ost haben die Beteiligten - Unternehmen, betroffene Anwohner und Stadtverwaltung - die Möglichkeiten einer Kompromisslösung ausgelotet. Insgesamt drei Mal fanden unter der Moderation von Jens Stachowitz (Kommunalberatung) gemeinsame Gespräche statt.

Foto: Blazy Achim

Die unterschiedlichen Interessen wurden ausgetauscht und Möglichkeiten einer Annäherung diskutiert. Die Ergebnisse wurden dann in mehreren Änderungen und Verbesserungen des Planungsentwurfs umgesetzt. Das Ziel der Stadtverwaltung war dabei die Einbindung des Neubaus in das Ensemble der Balcke-Dürr-Allee unter Berücksichtigung der nachbarschaftlichen Interessen. Diese wurden in einer modifizierten Bauvoranfrage beim Amt für Stadtplanung, Vermessung und Bauordnung zur Prüfung und Bescheidung eingereicht. Über den aktuellen Planungsstand sowie die vorangegangenen Gespräche hat Bürgermeister Klaus Pesch vereinbarungsgemäß den Ältestenrat informiert. Im Ergebnis wird der Bauvorbescheid nun auf Basis der veränderten Planungen erteilt.

Bürgermeister Klaus Pesch betonte gestern, dass das Unternehmen mit seinen Planänderungen mehr auf die Interessen der Anwohner eingegangen sei, als in solchen Fällen üblich.

Vor den Gesprächen waren die Fronten verhärtet. Gegen die vorgelegten Pläne zur Erweiterung von DKV Euro Service an der Balcke-Dürr-Allee, insbesondere gegen die Abweichungen von den Festsetzungen des gültigen Bebauungsplanes, formierte sich bei den benachbarten Anliegern heftiger Widerstand. Deren Einwände richteten sich unter anderem gegen die geplante Höhe des Neubaus, die Überschreitung der Baugrenze und die vorgesehene Brückenverbindung. Außerdem befürchteten die Anwohner zusätzliches Verkehrsaufkommen in der Oststraße und Schleichverkehr in der Hugo-Schlimm-Straße.

"Auch wenn nicht alle Vorschläge und Forderungen der benachbarten Anlieger in die veränderte Planung aufgenommen werden konnten, so haben wir doch eine Lösung erreicht, durch die mehrere Verbesserungen für die Anwohner erreicht werden konnten. Ich habe den Bauvorbescheid deshalb unterzeichnet", so Pesch.

Beispielsweise soll durch eine schlankere Bauweise des Neubaus eine Verschattung der dahinter liegenden Grundstücke so weit reduziert werden, dass sie derjenigen einer Bebauung gemäß B-Plan gleicht.

Nachdem zunächst eine Verbindungsbrücke zwischen dem DKV-Bestandsgebäude und dem geplanten Ergänzungsbau in den obersten drei Stockwerken angedacht war, reduzierte das Unternehmen seine Pläne auf eine eingehauste Ebene mit darüber liegendem offenen Übergang auf der zweiten Querungsebene.

Darüber hinaus sichert DKV rechtsverbindlich zu, den Verbindungsweg von der Hugo-Schlimm-Straße zur Balcke-Dürr-Allee, der zwischen dem Bestandsgebäude und dem geplanten Ergänzungsgebäude verläuft, mit Bäumen gleichen Stammumfanges und Größe wie im jetzigen Bestand wieder herzustellen. Außerdem rückt das Gebäude drei Meter näher an die Oststraße heran. Auch Baudezernent Jochen Kral zeigt sich auf Grund dieser Ergebnisse fest von der erreichten Lösung überzeugt.

(RP)