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Infotag am Marien-Krankenhaus Ratingen

Viele Patienten mit Bauchdecken- und Leistenbrüchen : Marien-Krankenhaus informiert über Hernien

Das Sankt Marien Krankenhaus bietet am 3. November, dem „Tag der Hernie“ einen besonderen Infotag an. Es geht um Ursachen und Behandlung dieses weit verbreiteten Leidens.

(RP)  Das geschieht in Zusammenarbeit mit der Hernien-Selbsthilfe Deutschland. Es geht darum, über Ursachen, Diagnosen und Therapiemöglichkeiten beim Krankheitsbild der Hernie aufzuklären. Kai Etzkorn, Chefarzt der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie freut sich auf den persönlichen Austausch mit den Patienten: „Für die Betroffenen ist es besonders wichtig, dass wir auf ihre individuellen Fragen eingehen.“

Doch was ist eine Hernie? „Hernie ist der medizinische Fachbegriff für einen Eingeweidebruch“, erklärt Etzkorn. „Dabei handelt es sich um eine angeborene oder erworbene Lücke in den Bauchwandschichten, durch die Eingeweide treten können.“ Und das kommt relativ häufig vor: Bei jeder achten Frau und bei jedem vierten Mann tritt eine Hernie auf, die bei einer Nicht-Behandlung im schlimmsten Fall lebensbedrohlich sein kann. 

Eine der bekanntesten Hernienformen ist der Leistenbruch. Doch auch Narbenhernien sind nicht selten. Bei 20 bis 25 Prozent der Operationen, bei denen Schnitte im Bauchraum vorgenommen werden, treten Narbenbrüche auf. Diese können durch große Belastungen der Bauchdecke kurz nach der Operation entstehen. Aber gerade ein starkes Übergewicht, Rauchen, Diabetes und andere Begleiterkrankungen sowie mehrfache Bauchoperationen können die Ursache sein.

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Als zertifiziertes Kompetenzzentrum für Hernienchirurgie ist die Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie des Sankt Marien Krankenhauses auf die Operation bei Hernien spezialisiert. „Wir bieten höchstmögliche Qualität für eine schonende und sichere Behandlung und passen dabei die Verfahren individuell dem Patienten an“, betont Dr. Richard Klatt, Leitender Oberarzt der Klinik. „Dabei setzen wir auf modernste, auf den Leitlinien der Fachgesellschaften basierende Präventions-, Untersuchungs- und Behandlungstechniken“, so Klatt, der soeben als einer der Ersten von 13 europäischen Chirurgen die Zusatzbezeichnung FEBS – AWS (Fellow of the European Board of Surgery – Abdominal Wall Surgery) erworben hat. Diese, einem europäischen Facharzttitel adäquate Qualifikation, kann mit „Bauchwandchirurgie“ übersetzt werden.

Die Infoveranstaltung findet am 3. November 2021 um 18 Uhr im Seminarzentrum im Ärztehaus, 3. Etage, Mülheimer Straße 37, statt.