1. NRW
  2. Städte
  3. Ratingen

Imkerei – mehr als ein Hobby für Honigfreunde in Heiligenhaus

Heiligenhaus : Imkerei – mehr als ein Hobby für Honigfreunde

Am kommenden Wochenende ist „Tag der deutschen Imkerei“. Eigentlich hätte es unter dem Motto „Bienen erhalten die Natur und fördern ein gutes Klima“ zahlreiche Aktionen geben sollen, doch die fallen aufgrund der Corona-Beschränken aus.

(sade) Trotzdem wollen die Mitglieder des Kreisimkerverbandes Mettmann den Tag zum Anlass nehmen, um auf die Situation der Bienen aufmerksam zu machen.

Denen fehle es derzeit an Nahrung und geeigneten Lebensräumen. In Heiligenhaus hat man deswegen beispielsweise begonnen immer mehr Quadratmeter zu blühfreudigen Wiesen zu machen, das lockt auch noch andere Insekten, Vögel und angesichts der Farbenpracht eben jener Wiesen, auch den Menschen. So entdecken immer mehr Heiligenhauser auch das Imkern für sich und auch ein Bienenlehrpfad ist in Planung. Das darf allerdings nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Bienen auch den Klimawandel mit Hitze-Kälte-Extremen, Temperaturzunahme, geringerer Niederschlagsmenge und Gefahren durch Starkwetterereignisse spüren. Dadurch käme es, wie die Kreisimker erklären, zu Veränderungen der Blühzeiten. Eine Schwächung der Bienenvölker kann nicht nur dadurch, sondern auch die durch die Wetterlage begünstige Zunahme von Bienenfeinden erfolgen. Olaf Lück, der Geschäftsführer des Deutschen Imkerbundes, gibt folgendes zu bedenken: „Nicht nur das Klima ist bedeutend für Bienen, sondern auch umgekehrt. Denn Honig- und Wildbienen gewährleisten neben anderen Blüten besuchenden Insekten eine sichere Bestäubung von Wild- und Kulturpflanzen und ergänzen sich dabei. Sie sichern damit nicht nur einen Großteil unserer Lebensmittel, sondern erhalten als wichtiger Teil des Ökosystems die Vielfalt in der Natur und sind gleichzeitig ein wichtiger Umweltindikator. Lück rät, Honig beim regionalen Imker zu kaufen und mit ihm ins Gespräch zu kommen.