Im neuen Lintorfer Hofladen wird auch Spargel verkauft

Ratingen : Im neuen Hofladen gibt’s auch Spargel

Pünktlich zur Eröffnung des neuen Hofladens auf dem Schlüterhof in Lintorf wurde dort der erste Spargel gestochen.

Immer mehr Konsumenten kaufen ihre Lebensmittel auf Wochenmärkten oder direkt vom Bauernhof. Kurze Lebensmittelketten bieten Verbrauchern Zugang zu frischen, saisonalen und auch regionalen Produkten. Durch kürzere Transportwege und weniger Verpackung wird die Umweltbelastung reduziert, und gleichzeitig wird die heimische Landwirtschaft unterstützt.

Auf dem Bauernhof der Familie Schlüter gibt es schon seit einiger Zeit leckere Produkte direkt vom Erzeuger und zwar rund um die Uhr an sieben Tagen die Woche. Erst einer, später zwei Selbstbedienungsschränke boten die Waren zum Verkauf an. „Verrät ein Blick Sonntag Morgen in den Kühlschrank, dass der Eiervorrat zu Neige gegangen ist … kein Problem … da radel ich mal kurz zum Schlüterhof und hole neue. Und schon stehen wirklich frische Frühstückseier auf dem Tisch“, meinte Herbert Schmittmann, regelmäßiger Kunde auf dem Hof.

Der seit über 100 Jahren im Familiensitz befindliche Hof war lange Zeit reiner Ackerbaubetrieb. Vor gut sechs Jahren begannen die Schlüters mit dem Direktverkauf von Kartoffeln aus der „Kartoffelkiste“. Etwa vier Jahr später gab es die ersten Hühner auf dem Hof und die Lintorfer, aber auch Kunden aus der Umgebung, konnten sich zusätzlich über frische Eier aus Freilandhaltung freuen. Und dass es sich wirklich um freilaufende Tiere handelt, davon kann man sich selbst überzeugen. Denn kommt man auf den Hof, sieht man gleich auf den hinteren Feldern fröhlich gackernde Hühner.

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„Ich geh‘ mal die Hühner gucken“, hören viele Eltern von ihren Sprösslingen, kaum auf dem Hof angekommen. Während die Erwachsenen an Selbstbedienungsschränken frische Kartoffeln und Eier kaufen, beobachten sie derweil die Hühner, die in ihrem großzügigen Bereich herumlaufen, scharren und picken. Auch Schulklassen und Kindergartengruppen kommen auf Anfrage vorbei, um das „Hühnerleben“ kennenzulernen und das ein oder andere Ei selber einzusammeln.

Nach und nach kamen mehr Produkte zu den Kartoffeln und Eiern hinzu. „Der Platz reichte nicht mehr aus“, erzählte Thomas Schlüter. 2016 hatte er den Hof von seinen Eltern übernommen und führt ihn nun bereits in vierter Generation. Aus den ursprünglich 200 Hühnern sind mittlerweile 1400 geworden und zum Hof gehören neben 50 Hektar Grünfläche auch 300 Hektar Ackerfläche in Lintorf, Breitscheid und Angermund.

Also Platz genug, um viele Hühner frei laufen zu lassen und viele leckere Sachen anzubauen, wie zum Beispiel der Spargel, der von den Lintorfern derzeit rege nachgefragt wird. Und so entstand auf dem Hof ein ansprechendes Holzhäuschen, in dem an vier Tagen die Woche genau diese Waren zum Verkauf angeboten werden. Neben „normalen“ und Süßkartoffeln sowie Eiern gibt es dort auch Suppenhühner und Freilandhähnchen, Lintorfer Honig, Kräuter, Salat, Gemüse und Selbstgemachtes. Was die Kunden besonders am Wochenende freut, ist der leckere Kuchen, der ebenfalls im Verkaufsregal steht. Gebacken wird er, natürlich mit Eiern vom Schlüter Hof, von „Backfee“ Angela Braun aus Angermund.

Um das Angebot noch ein wenig zu erweitern, werden einige Produkte hinzugekauft. „Wir legen hier Wert auf echte Regionalität, darum arbeiten wir nur mit Betrieben vom Niederrhein zusammen, und zwar nur mit Landwirten, die wir auch kennen, damit wir uns auch der Qualität sicher sind“, so Schlüter. „Bananen werden Sie bei uns zum Beispiel nicht finden, da sie hier nun Mal nicht wachsen. Auch Kopfsalat kommt im Winter nicht auf die Verkaufstheke, weil wir auf die jeweilige Saison achten“, erklärte Schlüters Lebensgefährtin Farina Hoffmann.

Sie hat sich bisher mit um den Direktverkauf und die Buchhaltung auf dem Hof gekümmert. Jetzt steht sie im neuen Hofladen hinter der Theke.

Der Hofverkauf ist in der ersten Woche bereits gut angelaufen und auch in den sozialen Medien ist man voll des Lobes. „Es freut uns sehr, wie stark hier die Nachfrage nach regionalen und saisonalen Produkten ist und wie gut unser Angebot angenommen wird“, sagten Schlüter und Hoffmann, die schon über weitere Ausweitungen des Sortimentes nachdenken.

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