1. NRW
  2. Städte
  3. Ratingen

Im Herzen Ratingens wird viel gebaut.

Ratinger Bauprojekte : Innenstadt: Baustellen stehen für Wandel

In der City gibt es neben dem Bau der Wallhöfe zwei Projekte, die von Genossenschaften realisiert werden.

Das große Wallhöfe-Projekt an der Ecke Wallstraße/Düsseldorfer Straße befindet sich seit längerer Zeit in der konkreten Umsetzung, die man vor allem an den sich drehenden Baukränen erkennt. Doch neben dieser Baustelle rücken zwei weitere Projekte in den Blickpunkt, die mit forschem Tempo realisiert werden.

Einerseits geht es um das Bechemer Carré, ein Bauvorhaben der Wohnungsgenossenschaft Essen-Nord, andererseits um ein Projekt an der Hans-Böckler-Straße, das die Wohnungsgenossenschaft Ratingen (Wogera) in Angriff genommen hat. Die RP stellt die Pläne vor.

Bechemer Carré: Die Arbeiten an der Bechemer Straße 64 sind in vollem Gange. Mit der bereits erfolgten Grundsteinlegung kann das Bechemer Carré in die Höhe wachsen – und das tut es in einem rasanten Tempo. Dokumente in einer Zeitkapsel haben das Datum der Grundsteinlegung für die Nachwelt festgehalten. Gemeinsam mit Vertretern der Verwaltung mauerten die Bauherren die Zeitkapsel in das Fundament des Gebäudes ein.

Insgesamt 46 Wohnungen sollen an dieser Stelle entstehen. „Die Nachfrage ist riesig“, betonte Juan-Carlos Pulido, Vorstandsvorsitzender der Bauherrin, der Wohnungsgenossenschaft Essen-Nord. Ein Großteil der Interessenten stamme aus Ratingen.

  • Der SKM Rheydt bietet verschiedene Hilfsangebote
    Projekt Housing First in Mönchengladbach : 50.000 Euro Spende für die SKM-Obdachlosenhilfe
  • Mehreren Kunden der Sparkasse Hilden-Ratingen-Velbert war
    Losglück für Kunden der Sparkasse Hilden-Ratingen-Velbert : Hildenerin gewinnt bei PS-Auslosung 50.000 Euro
  • Bauprojekte in Grevenbroich : Neue Bauten wandeln das „Gesicht“ des Stadtzentrums

Die Gesamtwohnfläche wird nach Fertigstellung rund 3.700 Quadratmeter betragen. Die Größe der Wohnungen variiert zwischen 45 und 133 Quadratmetern. Auch zweigeschossige Stadthäuser werden in den Baukörper integriert.

„Die Kaltmiete der wertig ausgestatteten Wohnungen wird zwischen 9,90 Euro und 14 Euro pro Quadratmeter betragen. Damit liegen sie deutlich unter Ratinger Spitzensätzen für energetisch hochwertige und sehr gut ausgestattete Neubauwohnungen“, so Pulido. „Zudem profitieren die zukünftigen Bewohner von unserem genossenschaftlichen Grundsatz, die Mieten langfristig stabil zu halten.“

Zu allen Wohneinheiten werden Pkw-Stellplätze gehören, die platzsparend in einer Tiefgarage realisiert werden. Die Fertigstellung des Bauprojekts und die Übergabe der Wohneinheiten sind für Herbst/ Winter 2022 geplant. Das Richtfest, so hoffen die Verantwortlichen, könnte im großen Rahmen gefeiert werden.

Optisch soll das Bechemer Carré an die benachbarte Wohnbebauung angepasst werden. Insgesamt hat die Genossenschaft Essen-Nord schon rund 300 Wohneinheiten in Ratingen realisiert. Jetzt kommen 46 weitere dazu.

Wogera-Projekt: Ein wichtiges Wohnungsbauprojekt in der Innenstadt kommt entscheidend voran. Unlängst hat Bürgermeister Klaus Pesch dem Vorstand der Wohnungsgenossenschaft Ratingen (Wogera), Volkmar Schnutenhaus, die Baugenehmigung für das Projekt Hans-Böckler-Straße/Gartenstraße übergeben.

Ursprünglich war der Baubeginn schon für das vergangene Jahr geplant, doch das Genehmigungsverfahren hat sich verzögert. Dort entstehen nun genossenschaftliche Mietwohnungen. „Ich freue mich sehr, dass es nun für ein weiteres attraktives Wohnbauprojekt in der Innenstadt grünes Licht gibt“, sagte Pesch. „Gleich neben dem künftigen Mehrgenerationenpark werden attraktive Wohnungen für unterschiedliche Mietergruppen gebaut.“

Auf dem Areal entstehen 38 barrierefreie Mietwohnungen mit Tiefgarage, die den Mitgliedern der Genossenschaft zu bezahlbaren Mieten überlassen werden sollen. „Das Angebot – von der Appartementwohnung mit 38 Quadratmetern Wohnfläche bis hin zur familiengerechten Vier-Zimmer-Wohnung mit 111 Quadratmetern – wird die vielfältigen Wünsche unserer Mitglieder erfüllen können“, so Schnutenhaus. Außerdem können dort unterschiedliche Generationen unter einem Dach leben. Genossenschaftsmitglieder zahlen vergleichsweise moderate Mieten. Die Durchschnittsmiete liegt bei 5,77 Euro pro Quadratmeter. Bei 60 Prozent des Wohnungsbestandes liegt die Miete bei unter sechs Euro, bei 35 Prozent zwischen sechs und sieben Euro, lediglich fünf Prozent der Mieter zahlen mehr als sieben Euro. Das sind Neubauwohnungen mit Tiefgarage, Aufzug und großem Balkon.