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IHK-Umfrage: Rahmenbedingungen werden wieder härter

Ratingen : Corona: Mehr Kunden kaufen in ihren Städten ein

Ein Lichtblick: Insgesamt ist der Einzelhandel im Neanderland aktuell zufrieden. Viele Kunden kaufen während der Corona-Pandemie verstärkt am Heimatort ein und verzichten auf Shopping-Touren in die umliegenden Oberzentren. Man dürfe aber nicht vergessen, dass es neben Corona weitere Herausforderungen zu meistern gilt.

(kle) Die Rahmenbedingungen für die regionale Wirtschaft werden angesichts der aktuellen Corona-Entwicklungen wieder deutlich härter. Dies ist eine Botschaft der aktuellen Umfrage der Industrie- und Handelskammer (IHK) Düsseldorf, an der sich knapp 200 Betriebe mit rund 18.500 Mitarbeitern beteiligt haben.

Im Krisenmodus befinden sich vor allem die sogenannten Vorleistungsgüterproduzenten, zu denen die im Kreis Mettmann stark vertretene Schloss- und Beschlagindustrie sowie die Automobil-Zulieferer zählen. Bei drei Viertel der Betriebe sind die Auftragseingänge gesunken, bei kaum einem gestiegen. Entsprechend seien in dieser Branche die Maschinen und Ausrüstungen derzeit mit unter 70 Prozent immer noch zu gering ausgelastet. Auch in den übrigen Industriebranchen sieht es mit jeweils rund 73 Prozent nur wenig besser aus.

Im Dienstleistungsbereich haben vor allem die Branchen anhaltende Probleme, deren Geschäftsmodell auf Kunden- und Sozialkontakte fußt, also Gastronomie, Touristik, Freizeit- und Unterhaltungsbranche, aber auch der Personenverkehr und Teile der Logistik.

Ein Lichtblick: Insgesamt ist der Einzelhandel im Neanderland aktuell zufrieden. Viele Kunden kaufen während der Corona-Pandemie verstärkt am Heimatort ein und verzichten auf Shopping-Touren in die umliegenden Oberzentren. Man dürfe aber nicht vergessen, dass es neben Corona weitere Herausforderungen zu meistern gilt. Der Protektionismus, der Brexit und die weitere Entwicklung der USA nach den Präsidentschaftswahlen machten den international engagierten Unternehmen das Leben schwer, so die IHK.